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30.04.2018 | (rsn) - Liebe Leserinnen und Leser, ich begrüße euch hiermit zu meinem ersten Blogeintrag über die diesjährige Radbundesliga in der Männerklasse. Ab jetzt dürft ihr nach jedem Bundesligarennen einen Beitrag von mir erwarten, in dem ich euch berichte, wie es mir und meinen Teamkollegen vom P&S Team Thüringen ergangen ist.
Soeben sind wir auf der Rückfahrt vom Bundesligaauftakt „Rund um Düren“. Dieses Traditionsrennen sollte als erste Standortbestimmung zwischen den Bundesligateams gelten. Dafür war es auch bestens geeignet, da hier der Spagat zwischen einem Bergrennen und einem Rennen mit Sprinterchancen ganz gut gelingt. Zu fahren waren heute nämlich drei große Eifelrunden mit selektivem Profil, aber anschließend auch noch fünf flache Zielrunden.
Da wir relativ viele Fahrer mit einem gewissen Klettertalent im Team haben, wollten wir das Rennen selektiv gestalten. Als wir dann in der zweiten großen Runde anfingen zu attackieren schien es, als hätten die meisten anderen Teams eher defensive Pläne. Nach ein paar sehr abwechslungsreichen Kilometern mit vielen Attacken und Führungswechseln gelang es mir, mich in einer vier Mann starken Spitzengruppe mit unter anderem meinem Teamkollegen Dominik Röber und Heizomat rad-net-Fahrer Patrick Haller abzusetzen. Gegen Ende der Eifelrunden bekamen wir noch Gesellschaft von weiteren Fahrern und verließen somit in einer Gruppe mit ca. 20 Fahrern die Eifelrunden.
Auf den flachen letzten 40 Kilometern gelang dann aber keine gute Zusammenarbeit, was wieder viele Attacken nach sich zog und schlussendlich zu einer 5-köpfigen Spitzengruppe mit erneut Patrick Haller, Jonas Rutsch, Jonas Tenbruck, Christian Mager und mir führte. Bis auf eine Ausnahme arbeiteten wir gut zusammen und schafften es so, den Sieg unter uns auszumachen.
Da ich aus Erfahrung in solchen Sprints immer eher mäßig bis schlecht abschneide, versuchte ich es mit einer Attacke innerhalb des letztens Kilometers. Diese war zwar nicht ganz erfolgreich, brachte mir aber immerhin noch den dritten Platz ein. Damit kann ich am Ende einigermaßen zufrieden sein. Ein Sieg ist jedoch immer besser.
Mein Fazit aus diesem Rennen ist aber natürlich positiv. Meine Form ist gut, meine Teamkollegen sind gut drauf und es hat Spaß gemacht, aktiv Radrennen zu fahren. Die flachen Schlussrunden am Ende eines eher schweren Rennens gefallen mir persönlich zwar nicht ganz, aber die Bundesliga ist in diesem Jahr ja allgemein sehr schwer, wodurch es wie bereits gesagt wohl ganz vernünftig war, den schnellen Jungs auch eine Chance zu geben.
Damit verabschiede ich mich bis zum nächsten Eintrag in zwei Wochen, wenn unser sächsisches Sportwochenende mit Erzgebirgsrundfahrt und der Berg-DM auf dem Programm steht.
Es grüßt
Philipp Walsleben
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