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04.12.2017 | (rsn) – In den vergangenen Jahren deutete Stefan Denifl (Aqua Blue Sport) sein Potenzial immer wieder an. Allerdings wurde der Österreicher auch immer wieder zurückgeworfen, unter anderem von einer schweren Knieverletzung, wegen der er lange Zeit ausfiel. Mittlerweile ist der 30-Jährige kerngesund und zeigt, was in ihm steckt.
2017 gewann Denifl zunächst die Österreich-Rundfahrt (2.1) und einige Wochen später bei der Vuelta a Espana die schwere Bergankunft von Los Machucos. "Es war eine Traumsaison für mich. Ein Jahr, auf das ich ein Jahrzehnt im Radsport gewartet habe, ein Jahr, für welches ich die letzten 15 Jahre harte Arbeit und Leidenschaft investiert habe“, sagte der Österreicher zu radsport-news.com.
Ein ganz wesentlicher Schlüssel zum Erfolg sei gewesen, dass er immer an sich geglaubt habe, so Denifl: "Ich wusste immer, dass ich in der Lage bin etwas Großes zu gewinnen.“ Das gelang ihm nun in seinem ersten Jahr beim irischen Zweitdivisionär Aqua Blue Sport, zu dem es den Kletterspezialisten nach dem Aus des IAM-Rennstalls verschlagen hatte. Fast im Alleingang rettete Denifl seinem neuen Team die Saison, wobei er seine beiden Siege nicht gegeneinander aufwiegen wollte.
"Jeder Erfolg ist auf seine Art und Weise eine enorme Genugtuung. Ich hätte mir wohl keine zwei besseren Siege aussuchen können, und das lange Warten darauf hat sich auf jeden Fall gelohnt“, kommentierte Denifl seine beiden ersten Profierfolge, die jeder auf seine Art "sehr emotional“ gewesen seien. "Die Österreich-Rundfahrt als Österreicher zu gewinnen, das ist fast wie ein Tour-Etappensieg. Und dann die Vuelta-Etappe, eine brutale Berg-Etappe, auf der mir nichts geschenkt wurde, als Solist vor Alberto Contador zu gewinnen, das ist einfach fantastisch“, befand er.
Neben den sportlichen Erfolgen war Denifl 2017 auch privat vom Glück gesegnet. "Das schönste Erlebnis war die Geburt unseres Sohnes Xaver im Juli. Meine Freundin Melanie war die letzten Jahre immer dabei und musste meine ganzen Rückschläge auffangen. Umso mehr genießen wir dieses in jeder Hinsicht wundervoller Jahr“, betonte der Tiroler.
Durch seine sportlichen Erfolge hatte Denifl auch das Interesse von WorldTour-Teams geweckt, entschied sich aber dazu, bei Aqua Blue Sport zu bleiben. "Ich bin im Moment sehr glücklich im Team. Wir haben eine tolle Mannschaft und einen super Rennkalender. Es ist schön, mit dem Team zu wachsen und bei einem neuen Projekt von Anfang an dabei zu sein“, begründete er seinen Verbleib.
Nach der erfolgreiche Vuelta a Espana peilt Denifl mit seinem Team für 2018 das Debüt bei der Tour de France an. "Das ist unser großes Ziel“, verriet er. Aber auch die Weltmeisterschaft in seiner Tiroler Heimat wird eine zentrale Rolle bei der Planung spielen. "Es wird eine fantastische WM. Die Verantwortlichen um Thomas Rohregger hauen sich sehr ins Zeug. Eine Strecke für Bergfahrer, eine der schwersten WM-Strecken die es je gab, darauf freue ich mich sehr“, sagte Denifl und fügte an: "Es ist ein weiterer wichtiger Schritt für den weiteren Aufschwung des österreichischen Radsports und Tirol als Rad-Destination.“
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