Österreicher profitiert von guter Giro-Form

Konrad auf dem Weg in die Top Ten der Tour de Suisse

Von Lorenz Rombach

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Patrick Konrad (Bora-hansgrohe) steht vor seinem ersten Amstel Gold Race. | Foto: Cor Vos

16.06.2017  |  (rsn) - Vor der heutigen Königsetappe der 81. Tour de Suisse mit der Bergankunft am fast 2800 Meter hohen Tiefenbachferner liegt der Österreicher Patrick Konrad (Bora-hansgrohe) auf Rang elf der Gesamtwertung, lediglich vier Sekunden hinter dem zehntplatzieren Valerio Conti (UAE Team Emirates). Nun sind die Top Ten der Tour-Generalprobe Konrads Ziel.

Auf der gestrigen Bergetappe über San Bernadino- und Albulapass hielt der 25-Jährige lange mit den Besten mit und belegte am Ende Rang 13. "Es war eine sehr harte Etappe mit einem schwierigen Anstieg. Ich habe mein Bestes gegeben aber meine Beine waren heute nicht 100 Prozent", sagte Konrad. "Am Start des Schlussanstieges, mit noch zehn Kilometern ins Ziel, wollte ich meinen Rhythmus fahren und konnte das Tempo weiter halten, als die Attacken begonnen haben. Ich konnte die meiste Zeit gut mitgehen, aber die letzten zwei Kilometer waren wirklich hart. Das Rennen ist noch nicht vorbei, wir haben noch ein paar harte Tage vor uns aber ich denke meine Beine werden besser," sagte das Rundfahrttalent nach dem Zieneinlauf in La Punt.

In der Tat wurde Konrad auch beim Giro immer stärker und kämpfte sich auf den schweren Bergetappen in der letzten Woche noch von Platz 20 auf Rang 16 nach vorne. Gute Aussichten also für das Abschlusswochenende der Tour de Suisse, dass noch eine kurze, hügelige Etappe in Schaffhausen und ein Zeitfahren in der Grenzstadt bereithält.

Und auch Konrads Team war mit der Vorstellung einverstanden. "Patrick hat sein Bestes gegeben, er hat noch nicht wieder seine Top-Form nach dem Giro und hat etwas verloren. Aber wir sind dennoch zufrieden mit seinem Ergebnis," sagte der Sportliche Leiter Jan Valach.

Auf der heutigen 7. Etappe wird Konrad alles daran setzen, in die Top Ten der Gesamtwertung zu gelangen. Insgesamt spielt ihm neben seiner erwiesenen Stärke im Finale von Rundfahrten noch eine weitere Tatsache in die Karten. Conti, der aktuell auf Rang zehn geführt wird, muss nämlich primär Helferdienste für den dreimaligen Tour-de-Suisse-Sieger Rui Costa verrichten, der nur 54 Sekunden hinter Domenico Pozzovivo (Ag2r) auf Rang sieben liegt und noch Chancen auf den Gesamtsieg hat. Die Chancen stehen also gut für ein weiteres Top-Ergebnise von Patrick Konrad.

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