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05.06.2017 | (rsn) - Nachdem er sich bisher auf den Giro d’Italia als seinen Saisonhöhepunkt fokussiert hatte, nahm Diego Ulissi (UAE Team Emirates) vor dieser Saison eine wesentliche Änderung ins einem Rennprogramm vor. Erstmals in seiner Karriere wird der Italiener die Tour de France bestreiten, die am 1. Juli mit einem Einzelzeitfahren in Düsseldorf beginnen wird.
"Nach acht Jahren als Profi war es an der Zeit“, sagte er zu seiner Entscheidung, die Tour der Italien-Rundfahrt vorzuziehen. "Ich habe beim Giro d’Italia schon sechs Etappen gewonnen. Die Herausforderung Tour de France anzugehen, ist faszinierend. Ich muss das einfach tun. Es ist das wichtigste Rennen der Welt und jeder Radprofi träumt davon, daran teilzunehmen - und mehr als das, dabei auch gut abzuschneiden.“
Wie viele andere Profis auch hat Ulissi als Generalprobe dazu das Critérium du Dauphiné auserkoren, bei dem er ebenfalls zu den Debütanten zählt. Dabei gelang dem 27-Jährigen zum gestrigen Auftakt ein bemerkenswerter Einstand, denn Ulissi beendete die schwere 1. Etappe nach 170,5 Kilometern rund um Saint-Étienne auf Rang drei, nachdem er sich im letzten Anstieg des Tages gemeinsam mit Pierre Latour (Ag2) und Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) aus dem Feld gelöst und 57 Sekunden hinter Etappengewinner Thomas De Gendt (Lotto Soudal) den Sprint des Verfolgertrios für sich entschieden hatte.
"Wenn sich die Chance bietet, fahre ich auf Etappensieg“, kündigte er auch am Start der heutigen 2. Etappe gegenüber letour.fr. an. Aber nicht nur die dürfte mit ihrem hügeligen Profil den Fähigkeiten des Klassikerspezialisten aus der Toskana entgegenkommen. "Es gibt mehrere Etappen, die sich für Ausreißversuche eignen, aber wir müssen erst mal wieder in den Rennrhythmus finden“, sagte Ulissi, der nach der Tour de Romandie, die er auf einem guten 13. Platz beendete, eine Rennpause einlegte und mit seinen Teamkollegen ein Höhentrainingslager am Passo San Pellegrino in den Dolomiten bezog.
Vor allem das Dauphiné-Schlusswochenende mit seinen drei Bergetappen, bei denen Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen wird, will Ulissi dazu nutzen, "mich zu testen, um zu sehen, auf welchem Level ich mich jetzt befinde.“ Dann wird er wohl den Südafrikaner Louis Meintjes unterstützen, der bei der Tour-Generalprobe auf Gesamtwertung ein Top-Ten-Kandidat ist - ebenso bei der Tour de France, die Meintjes im vergangenen Jahr überraschend auf Rang acht beendete.
Für Debütant Ulissi aber gilt für die Tour das Gleiche wie beim Dauphiné: Ein Etappensieg ist das Ziel.
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