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31.03.2017 | (rsn) - Mit einem dritten Platz beim Omloop Het Nieuwsblad gelang Sep Vanmarcke ein verheißungsvoller Einstieg in die Klassikersaison. Doch danach erhielten die Ambitionen des Belgiers gleich mehrere Dämpfer. Zunächst zog sich Vanmarcke bei einem Sturz bei Strade Bianche eine Rippenverletzung zu, danach wurde er von Magenproblemen geplagt, die ihn zum Startverzicht bei Gent-Wevelgem zwangen.
Deshalb zählt der Klassikerspezialist am Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt bestenfalls zum erweiterten Favoritenkreis - einem Rennen, das er schon zwei Mal (2014,16) auf dem dritten Platz beenden konnte. Drei Tage vor der 101. Auflage der "Ronde“ bleibt“ Vanmarcke nur die Hoffnung, dass zu einem seiner Saison-Highlights die gesundheitlichen Probleme endgültig überwunden sind.
“Ich habe gemeinsam mit der medizinischen Abteilung alles getan, um bereit zu sein. Es ist besser geworden und darüber bin ich glücklich“, sagte der Kapitän des Cannondale-Drapac-Team, der sich bei Dwars door Vlaanderen im und nach dem Rennen mehrmals übergeben musste. "Wir müssen bis zum Sonntag warten, ob das zurückkommt und ob ich stark genug bin.“
Darauf hofft auch Vanmarckes Sportlicher Leiter Andreas Klier. Der Deutsche war in seinen aktiven Zeiten selber einer der weltbesten Klassikerfahrer und wurde 2005 Zweiter der Flandern-Rundfahrt. “Das komplette Team ist darauf eingeschworen, Sep die bestmögliche Chance auf einen Erfolg zu geben. Der Plan ist, Sep zu beschützen und ihn so gut wie möglich zur richtigen Zeit in die richtige Position zu bringen“, kündigte der ehemalige T-Mobile-Profi an.
Unterstützung liefern sollen Vanmarckes Landsmann Tom Van Asbroeck, die beiden Niederländer Sebastian Langeveld und Dylan van Baarle, der Italiener Alberto Bettiol, der Ire Ryan Mullen, der Neuseeländer Tom Scully sowie der US-Amerikaner Taylor Phinney, der aufgrund von Knieproblemen allerdings an noch keinem Eintagesrennen in dieser Saison teilnehmen konnte und zuletzt auf der 4. Etappe der Settimana Coppi e Bartali ausstieg.
Die fehlende Klassikererfahrung in diesem Jahr wertet der 26-jährige Phinney, gemeinsam mit Vanmarcke der prominenteste Cannondale-Neuzugang zu dieser Saison, allerdings sogar als Vorteil. “Es ist schön, mental komplett frisch in die Flandern-Rundfahrt zu gehen und nicht von den vorherigen Klassikern gezeichnet zu sein“, sagte Phinney.
Sollte Vanmarcke nicht wie erhofft zum Zuge kommen, könnte Cannondale-Drapac aber auch die Karte van Baarle spielen. Der 24-Jährige wusste nicht nur als Achter bei Dwars door Vlaanderen und Neunter beim E3 Harelbeke zu überzeugen, sondern kommt auf bereits drei Einsätze bei der „Ronde“, Tendenz steil steigend: Platz 89 beim Debüt 2014 folgte im Jahr darauf Rang 37 und bei der vergangenen Austragung sprang sogar der sensationelle sechste Platz heraus. Damals war van Baarle nicht nur bester Niederländer, sondern auch der am weitesten vorne platzierte Cannondale-Profi.
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