--> -->
02.07.2016 | (rsn) – Ich muss gestehen, dass ich vor der Etappe nicht auf Mark Cavendish getippt hätte. Er hat zuletzt nicht so viele Rennen gewonnen, als dass man ihn unbedingt auf der Rechnung haben musste. Aber er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatte zum Schluss auch die schnellsten Beine. Für Marcel Kittel und André Greipel lag das Problem zwischen dreieinhalb und vier Kilometer vor dem Ziel, wo sich sowohl Etixx-Quick-Step als auch Lotto Soudal verloren haben.
Letztlich war es dann ein untypischer Sprint, weil sich kein Zug formieren konnte, bzw. die Favoriten-Teams wie eben Quick-Step und Lotto meiner Meinung nach zu früh schnell gefahren sind. Auf den letzten zwei Kilometern war, ich will jetzt nicht sagen, die Luft raus, aber sie waren dann nicht mehr frisch genug, um wieder zusammenzukommen.
Dadurch konnten Kittel und Greipel nicht perfekt in Position gefahren werden – und zudem gab es noch Stress wegen des Sturzes 800 Meter vor dem Ziel. Cavendish war gut positioniert und am Ende eben der Schnellste. Das muss man neidlos anerkennen. Heute war keine richtige "Ruhe“ im Sprint, was für die Zuschauer natürlich interessant ist, aber für den Fahrer einfach der Horror.
Für die großen Sprinter ist es optimal, wenn sie bis kurz vor der Linie nichts machen müssen, weil sich die Anfahrer da einklinken. Aber das war heute nicht so. Um einen Sprint für Kittel oder Greipel von vorne anzufahren, braucht es bei 1000 Meter noch drei bis vier Mann vor dem Kapitän. Wenn der aber nur einen vor sich hat, weiß er, dass er es eigentlich gar nicht probieren braucht.
Allerdings ist der erste Tag einer Tour de France auch immer ganz speziell – das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Der Druck ist da, man weiß nicht wirklich, wo man steht, und bei Greipel und Kittel hat man heute gesehen, dass die Beine der beiden noch nicht "offen“ waren. Normalerweise sehen die Sprints der beiden wesentlich flüssiger aus.
André hat sich relativ früh wieder gesetzt, weil er gemerkt hat, dass er den Vortrieb nicht hat. Und auch bei Marcel war in den Sprints dieser Saison immer mehr Druck dahinter. In dem Moment, als Cavendish vorbeigefahren ist, hat er gemerkt, dass er da nicht mithalten kann. Ich denke auch, dass da diese psychologische Schallmauer war, denn zusammen mit Greipel war er ja heute der Top-Favorit.
Die beiden haben sich gegenseitig beäugt, in der Presse sind sie als Favoriten gehandelt worden, und das erzeugt eben Druck. Cavendish dagegen hatte Ruhe, der hat sich gesagt, "Lass die das machen, ich häng‘ mich irgendwo rein, versuch vorne mitzufahren und am Ende vorbeizukommen“. Und das hat er wirklich clever gemacht.
Quick-Step und Lotto werden den Sprint sicher noch mal analysieren und schauen, wo der Fehler war, wo sie sich verloren haben. So was darf eigentlich nicht passieren. Aber ich glaube, dass sich das in den nächsten Tagen noch ändert und dass wir noch ein paar deutsche Siege sehen. Aktuell kann ich gar nicht sagen, wer schneller ist, ob Greipel oder Kittel – heute wirkten sie in etwa gleich schnell. Und ob Cavendish sich auf gleichem Niveau mit den beiden bewegt, werden wir nach den nächsten Flachetappen sehen. Dann können wir auch eine realistische Leistungseinschätzung vornehmen.
Euer Frösi
25.07.2016Hut ab vor André Greipel! Das war ein Sprint fürs Lehrbuch!(rsn) - Heute muss ich Chapeau sagen! Hut ab vor André Greipel! Im Schlussspurt auf den Champs-Elysèes hat er alles richtig gemacht. Sein Sieg auf der letzten Etappe der Tour de France 2016 war eine
17.07.2016Cavendishs dumme Aktion war unnötig, denn er war schneller(rsn) - Heute war es super aufregend für mich! Denn wir hatten im Sprint Royale eine andere Situation! Auch wenn er für die deutschen Sprinter nicht schön endete, weil wir mit Mark Cavendish wieder
07.07.2016Cavendish ist wieder das Maß der Dinge! (rsn) – Mich wundert es, dass die Sprintentscheidungen bei dieser Tour so knapp ausfallen und die Spitze so eng zusammengerückt ist. Das ist interessant, vor allem natürlich für die Zuschauer, ko
05.07.2016Marcel und Etixx haben kühlen Kopf bewahrt!(rsn) – Das war heute wohl noch knapper als gestern, aber wir haben unseren deutschen Etappensieg, den wir ja alle haben wollten. Ich hatte Marcel Kittel auf meiner Rechnung, war etwas überrascht,
04.07.2016Cavendish und Greipel haben das mit ihren Anfahrern 1a gemacht(rsn) – Schwer zu sagen, warum sich die Teams nicht so finden, wie wir das in der Vergangenheit bei Massensprints gesehen haben. Heute lief es bis zur scharfen Linkskurve zwei Kilometer vor dem Ziel
09.05.2016Kittels Sprintzug harmoniert noch nicht hundertprozentig(rsn) - Keine Frage, Marcel Kittel fährt derrzeit beim Giro d’Italia in einer anderen Liga. Er war auf den beiden ersten Sprint-Etappen unschlagbar. Dabei fiel auf, dass er überlegen gewann, obwoh
11.04.2016Boonen hat bei Paris-Roubaix nichts falsch gemacht(rsn) - Schon viermal hat Tom Boonen (Etixx-Quick Step) das Monument Paris-Roubaix gewonnen. Auch diesmal lag der Belgier perfekt im Rennen. Er erreichte mit vier Konkurrenten das Velodrom. Sein Sieg
06.04.2016Marcel Kittel ist wieder ganz der Alte!(rsn) – Nicht erst seit dem heutigen Scheldeprijs steht für mich fest: Marcel Kittel ist wieder da und ganz der Alte. Es hätte niemanden gewundert, wenn er einige Zeit gebraucht hätte, um sich an
14.02.2026Radsport live im Stream und im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic
14.02.2026Morgado schlägt Aranburu und feiert Titelverteidigung (rsn) – Die Nummer 1 auf dem Rücken, die Nummer 1 im Ziel: Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG) hat seinen Titel bei der Figueira Champions Classic (1.Pro) verteidigt. Der Portugiese, der dam
14.02.2026Vandeputte zündet den Turbo und fängt Vanthourenhout noch ab (rsn) – Der Belgier Niels Vandeputte (Alpecin – Premier Tech) hat beim Waaslandcross in Sint-Niklaas mit einem bärenstarken Sprint auf den letzten Metern noch seinen Landsmann Michael Vanthouren
14.02.2026Rodriguez düpiert: Riccitello mit perfektem Decathlon-Einstand (rsn) – In einem packenden Bergaufsprint hat Matthew Riccitello (Decathlon - CMA CGM) die Königsetappe der 10. Tour de la Provence (2.Pro) für sich entschieden und mit seinem ersten Saisonsieg auc
14.02.2026Murcia: Liepins Sieger ohne Wert, Etappe neutralisiert (rsn) – Aufgrund extremer Windverhältnisse wurde die abschließende 2. Etappe der 46. Murcia-Rundfahrt (2.1) auf einen Zehn-Kilometer-Rundkurs im Zielort Santomera reduziert – allerdings bis auf
14.02.2026Brand in Sint-Niklaas mit später Offensive zum Hattrick (rsn) – Weltmeisterin Lucinda Brand (Baloise – Glowi Lions) hat sich beim Waaslandcross in Sint-Niklaas ihren 20. Saisonsieg gesichert. Die 36-jährige Niederländerin setzte sich im letzten Lauf
14.02.20263. Valencia-Etappe abgesagt, Murcia und Figueira Classic abgeändert (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
13.02.2026Voß, Kasper und Co.: Deutsche mit gemischten Gefühlen (rsn) - Nachdem die Straßensaison schon in vollem Gange ist, steht für die Gravel-Pros mit Santa Vall by The Traka nun auch das erste namhafte Rennen im europäischen Kalender auf dem Programm. Am
13.02.2026Van der Poel will seine Karriere bei Alpecin ausklingen lassen (rsn) - Mathieu van der Poels Langzeitvertrag mit Alpecin - Premier Tech läuft noch bis Ende 2028. In jenem Jahr hat der Niederländer große Ziele: Bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft in Hoogerheid
13.02.2026Provence: Buchmann, Kragh Andersen und Mollema nicht im Ziel (rsn) – Gleich drei bekannte Namen kamen nicht ins Ziel der 1. Etappe der Tour de la Provence. Bei seinem Saisoneinstieg beendete Cofidis-Kapitän Emanuel Buchmann aus noch unbekanntem Grund das Ren
13.02.2026Ferguson überrascht die Konkurrenz 600 Meter vor dem Ziel (rsn) – Cat Ferguson (Movistar) hat die Sprinterrinnen auf der 2. Etappe der Valencia-Rundfahrt der Frauen (2.Pro) mit einer Attacke 600 Meter vor dem Ziel überrascht und so ihren zweiten Saisonsie
13.02.2026UAE-Doppelsieg beim Windspektakel zum Murcia-Auftakt (rsn) – Marc Soler und Julius Johansen (beide UAE – Emirates – XRG) haben den stark vom Wind beeinflussten ersten von zwei Renntagen der Murcia-Rundfahrt (2.1) dominiert. Die auf 83,5 Kilometer