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04.02.2016 | (rsn) – Elia Viviani (Sky) hat die 2. Etappe der 3. Dubai über 183 Kilometer von Dubai nach Palm Jumeirah gewonnen. Der Italiener ließ bei seinem ersten Saisonsieg im Sprint seine Landsleute Sacha Modolo (Lampre-Merida) und Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo) hinter sich und übernahm auch die Gesamtführung von Marcel Kittel (Etixx-Quick-Step), der nach seinem Auftaktsieg diesmal nicht in die Entscheidung eingreifen konnte.
“Heute haben wir einen perfekten ‚Leadout‘ hingelegt, nachdem wir gestern noch einige Fehler gemacht haben. Da sind wir zu früh nach vorn gegangen und auf dem letzten Kilometer war ich allein“ sagte Viviani im Ziel, nachdem er wie im Vorjahr die 2. Etappe der Dubai Tour für sich entschieden hatte. „Ich musste einen langen Sprint fahren und ich bin dieses Jahr nicht stark genug, um gegen einige der besten Sprinter der Welt zu bestehen. Wenn ich erst sprinten muss, um überhaupt nur in Position zu kommen, habe ich keine Siegchance“, fügte er an.
Viviani konnte im Finale zwar tatsächlich auf die perfekte Vorarbeit von Andrew Fenn und Ben Swift – der am Ende noch Sechster wurde – bauen, profitierte aber auch davon, dass weder Kittel noch der gestrige Zweite Mark Cavendish (Dimension Data) in den vorderen Reihen waren. Beide wurden durch den Sturz am Ende eines Tunnels einen Kilometer vor dem Ziel aufgehalten. Cavendish sprintete noch auf Rang zehn, Kittel landete auf Rang 22, wurde aber wie alle anderen von dem Unfall betroffenen Fahrer zeitgleich mit dem Etappengewinner gewertet.
Nachdem auf der wegen Straßenarbeiten um fünf Kilometer verkürzten Etappe der Pole Marcin Bialoblocki (One Pro) als erster in die Offensive gegangen war, zogen kurz darauf Silvan Dillier (BMC), Koen de Kort (Giant-Alpecin) und Francisco Mancebo (Skydive Dubai) nach, so dass sich eine vierköpfige Ausreißergruppe bildete, die an der kurzen Leine gehalten wurde. Kittels Etixx-Team bestimmte das Tempo im Feld und sorgte dafür, dass der Abstand zwischen Spitze und Verfolger nie mehr als zwei Minuten betrug.
Als das Feld 15 Kilometer vor dem Ziel die Ausreißer vor sich sah, ließ Mancebo seine Begleitern stehen und wehrte sich noch rund fünf weitere Kilometer gegen die Verfolger, die den Routinier dann aber mühelos stellten. Im Finale zeigte sich wie schon gestern das Wiggins-Team vorne, und auch Kapitän Bradley Wiggins spannte sich für einige Zeit vor das Feld und testete seine Beine bis zu den letzten beiden Kilometern.
Dann übernahmen die Sprinterteams die Regie, doch kurz darauf machte der Sturz Kittel und Cavendish einen Strich durch die Rechnung, wogegen Viviani noch zwei Helfer an seiner Seite hatte, die ihm den Sprint lancieren konnten, der im den Sieg und das Blaue Trikot des Spitzenreiters einbrachte.
Im Gesamtklassement liegt der 26-Jährige zeitgleich vor Kittel, der auf Rang zwei zurückfiel. Nizzolo, bereits gestern Etappendritter, folgt mit zwei Sekunden Rückstand auf Platz drei.
Tageswertung:
1. Elia Viviani (Sky)
2. Sacha Modolo (Lampre-Merida) s.t.
3. Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo)
4. Andrea Guardini (Astana)
5. Tomas Vaitkus (Al Nasr)
6. Ben Swift (Sky)
7. Michal Kolar (Tinkoff)
8. Grzegorz Stepniak (CCC Sprandi)
9. Chris Opie (One Pro)
10. Mark Cavendish (Dimension Data)
Gesamtwertung:
1. Elia Viviani (Sky)
2. Marcel Kittel (Etixx-Quick-Step) s.t.
3. Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo) +0:02
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