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19.01.2013 | (rsn) - Mit der Tour Down Under (22. - 27. Januar) startet die WorldTour-Serie in die neue Saison. Zum Auftakt hoffen vor allem die Sprinter wie André Greipel (Lotto Belisol) und Marcel Kittel (Argos-Shimano) auf frühe Siege. In der Gesamtwertung werden die Sprinter aber wie im Vorjahr keine Rolle spielen. Insgesamt stehen 19 Teams am Start: alle WorldTour-Teams und eine australische Nationalmannschaft.
Die Strecke: Die Tour Down Under beginnt offiziell bereits am Sonntag mit einem Kriterium durch die Straßen der südaustralischen Metropole Adelaide. Die 51 Kilometer lange People`s Choice Classic, die auf einem Rundkurs ausgetragen wird, zählt auch diesmal nicht für die Gesamtwertung. So richtig startet die Tour Down Under deshalb erst am Dienstag nördlich von Adelaide.
Von Prospect aus müssen die Fahrer 135 weitgehend flache Kilometer zurücklegen, so dass die 1. Etappe der Rundfahrt wohl in einem Massensprint enden wird. Am zweiten Tag geht es vom Mount Barker nach Rostrevor. Doch obwohl die Etappe nur 116,5 Kilometer lang ist, wird sie alles andere als ein Vergnügen. Sieben Kilometer vor dem Ziel wartet in der Corkscrew Road ein steiler Anstieg, in dem alle Fahrer schon in den roten Bereich müssen, wollen sie ihre Ziele erreichen.
Die 3. Etappe führt das Peloton über 139 Kilometer von Unley nach Stirling, wo erneut die Sprinter den Tagessieg unter sich ausmachen werden. Dies wird auch tags darauf auf dem 126,5 Kilometer langen vierten Abschnitt von Modbury nach Tanunda der Fall sein.
Die Entscheidung über den Gesamtsieg wird auf der 5. Etappe fallen, mit ihren 151,5 Kilometern nicht nur die längste der Rundfahrt, sondern mit der Bergankunft am Old Willunga Hill auch die anspruchsvollste.
Die Etappe geht bereits nach 129 Kilometern in die entscheidende Phase, wenn der Anstieg der 1. Kategorie zum ersten Mal gemeistert werden muss. Hier könnte sich schon eine Favoritengruppe formieren, die bei der zweiten Überquerung des drei Kilometer langen und bis zu acht Prozent steilen Old Willunge Hill sowohl den Tages- als auch den Rundfahrtsieg unter sich ausmachen wird.
Die Tour Down Under endet am Sonntag mit der 6. Etappe, einem 90 Kilometer langen Rundstreckenrennen, das wieder in Adelaide ausgetragen. Auf dem flachen Kurs werden wieder die Sprinter ihren Auftritt haben. Sollten die Spitzenreiter der Gesamtwertung aber noch eng beisammen liegen, dann könnten auch ein letztes Mal in Aktion treten. Schließlich gibt es sowohl bei Zwischensprints als auch im Ziel nochmals Bonussekunden zu ergattern.
Die Favoriten: Speziell die Bergankunft am Old Willunga Hill, die über den Rundfahrtsieg entscheiden wird, dürfte bei der 15. Tour Down Under den Hügelspezialisten alle Chancen bieten, in der Gesamtwertung ganz vorne zu landen. So könnte beispielsweise Weltmeister Philippe Gilbert (BMC) seinen ersten Erfolg im Regenbogentrikot feiern.
Aber auch der Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky) geht mit großen Ambitionen ins Rennen und möchte den WorldTour-Auftakt für sich entscheiden. Gleiches gilt für den Australier Simon Gerrans (Orica GreenEdge). Der Titelverteidiger würde nur zu gerne nach 2006 und 2012 zum dritten Mal in der Heimat triumphieren.
Zum Favoritenkreis zählen zudem die Italienern Enrico Gasparotto (Astana) und Giovanni Visconti (Movistar), der Franzose Jerome Pineau (Omega Pharma Quick Step) sowie die Belgier Thomas de Gendt (Vacansoleil-DCM) und Ben Hermans (RadioShack-Leopard). Dessen Teamkollege Andy Schleck, der so früh wie nie in seiner Karriere die Saison beginnt, wird dagegen der Old Willunga Hill nicht schwer genug sein. Zudem hat der Luxemburger andere große Ziel in diesem Jahr.
In den Sprintankünften dürfte André Greipel (Lotto Belisol) wieder das Maß aller Dinge sein. Der zweimalige Gesamtsieger wird seine imposanter Down Under-Erfolgsliste um weitere Etappensiege verlängern können. Dabei hat er es allerdings mit starker Konkurrenz aus der Heimat zu tun, denn Marcel Kittel (Argos-Shimano) möchte bei seinem Debüt in Australien nur zu gerne einen Etappenerfolg einfahren. Für Greipel spricht dabei seine Erfahrung - der 30-Jährige steht vor seiner sechsten Teilnahme - und sein Sprintzug, der perfekt aufeinander eingespielt ist.
Doch auch die australischen Sprinter sind für Siege gut, so etwa Matt Goss (Orica-GreenEdge), Mark Renshaw (Team Blanco) und Chris Sutton (Sky). Zu den Kandidaten auf Etappensiege zählen zudem der US-Amerikaner Tyler Farrar (Garmin-Sharp), der junge Italiener Andrea Guardini (Astana) sowie der Spanier José Joaquin Rojas (Movistar).
Mit Außenseiterchancen gehen der Franzose Arnaud Demaré (FDJ), der Italiener Roberto Ferrari (Lampre-Merida), der Niederländer Kenny van Hummel (Vacansoleil-DCM), der Brite Andrew Fenn (Omega Pharma Quickstep) und der Weißrusse Yauheni Hutarovich (Ag2r) in die zu erwartenden Massensprints.
Die Etappen:
1. Etappe: Dienstag, 22. Januar: Prospect - Lobethal, 135 km
2. Etappe: Mittwoch, 23. Januar: Mt Barker - Rostrevo, 116,5 km
3. Etappe: Donnerstag, 24. Januar: Unley - Stirling, 139 km
4. Etappe: Freitag, 25. Januar: Modbury - Tanunda, 126,5 km
5. Etappe: Samstag, 26. Januar: McLaren Vale - Old Willunga Hill, 151,5 km
6. Etappe: Sonntag, 27 Januar: Adelaide - Adelaide, 90 km
Die Teams: Ag2r, FDJ, Euskaltel-Euskadi, Movistar, Cannondale, Lampre-Merida, Blanco, Argos-Shimano, Vacansoleil-DCM, Astana, Saxo Tinkoff, Sky, Garmin-Sharp, BMC, Radioshack-Leopard, Orica-Greenedge, Lotto-Belisol, Omega Pharma Quickstep, Nationalteam Australien
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