In Siena allein unter Kletterern

Vermeersch holt sich im Red-Bull-Trikot bestes Strade-Ergebnis

Von Christoph Matt

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Gianni Vermeersch (Red Bull - Bora - hansgrohe) auf den letzten Meter hoch ins Ziel nach Sienna | Foto: Cor Vos PRÜFEN

07.03.2026  |  (rsn) - Umzingelt von einer Riege aus Kletterern kämpfte sich Gianni Vermeersch (Red Bull - Bora - hansgrohe) bei der 20. Strade Bianche (1.UWT) durch die Hügel der Toskana. In der ersten Verfolgergruppe hinter Sieger Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) fuhr der Belgier unter anderem mit Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG), Paul Seixas (Decathlon - CMA CMG) sowie Romain Grégoire (Groupama - FDJ United) und zeigte sich im Ziel fast überrascht, so weit vorne gelandet zu sein.

"Ich glaube, der fünfte Platz ist ein wirklich schönes Ergebnis für mich und heute das bestmögliche Resultat. Wenn ich sehe, welche Kletterer im Finale um mich herum waren, war das für mich schon ziemlich überraschend“, sagte Vermeersch im Ziel gegemüber Sporza. 

Mit über 3500 Höhenmetern auf 203 Kilometern hatte die diesjährige Strade-Ausgabe noch einmal 500 Höhenmeter mehr als 2021, als mit Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) der letzte “schwere” Klassikerfahrer das Rennen gewann.

Dass der Red-Bull-Neuzugang überhaupt den Sprung in die Verfolgergruppe schaffte, verdankte er besonders der starken Arbeit eines Teamkollegen. Nachdem Adrien Boichis aus der ersten Gruppe des Tages gestellt worden war, schlug der Neoprofi ein hartes Tempo für Vermeersch ein. So schaffte der Routinier, der die Gruppe am Monte Sante Marie 80 Kilometer vor dem Ziel zunächst verpasst hatte, so doch noch den Anschluss.

Nachdem sich aus dieser Gruppe zuerst Pogacar und später Seixas und Del Toro gelöst hatten, verpasste Vermeersch auf dem elften Gravel-Sektor aber ein zweites Mal das entscheidende Manöver. Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5), Del Toro, Matteo Jorgenson (Visma - Lease a bike) und Jan Christen (UAE - Emirates - XRG) setzten sich in der Abfahrt vom Rest der Verfolger ab. Versuche von EF Education - EasyPost, die Lücke zu schließen, verpufften, so dass Vermeersch zusammen mit Grégoire erneut den Anschluss herstellen musste, was ihnen aber glückte.

Von diesem Moment an konzentrierte er sich ausschließlich auf das Finale. "Es war auf jeden Fall hart, aber auch ein bisschen ein taktisches Spiel. Am Ende habe ich mich nur auf den Schlussanstieg konzentriert. Mein Ziel war ein Platz unter den Top 5, und das konnte ich umsetzen“, erklärte er zufrieden nach dem nächsten herausragenden Klassikerergebnis von Red Bull - Bora - hansgrohe.

Direkt nach dem Erfolg blickte Vermeersch aber schon auf die weiteren Einsätze: "Nokere und Denain sind meine nächsten Rennen.“ Dazwischen schiebt er sogar noch eine Woche Höhentrainingslager ein.

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