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14.12.2008 | (rsn) - In seiner zweiten Profisaison gelang Mark Cavendish der ganz große Durchbruch. Der 23-jährige Sprinter vom Team Columbia feierte insgesamt 17 Saisonsiege und krönte diese Bilanz durch vier Erfolge bei der Tour de France und zwei beim Giro d`Italia. In der Radsport News Rangliste ging es von Rang 71 auf Platz 37 nach oben.
Dabei hatte Cavendish bei seinem ersten Saisoneinsatz, der Kalifornien-Rundfahrt (Kat. 2.HC), noch zu früh gejubelt. Er überquerte zum Auftakt zwar als erster Fahrer die Ziellinie, wurde aber von der Rennleitung mit einer 20 Sekunden-Zeitstrafe auf den letzten Platz gesetzt. Cavendish war acht Kilometer vor dem Ziel mit Italiens Altstar Mario Cipollini (Rock Racing) kollidiert und hatte nach dem Sturz nach Ansicht der Jury zu lange die Hilfe des Begleitwagens in Anspruch genommen.
So musste "Cav" auch nach den Drei Tagen von Westflandern (Kat. 2.1) weiter auf seine erste Podiumsplatzierung der Saison warten. Diese gelang dem schnellen Mann von der Isle of Man dann bei Tirreno-Adriatico, wo er auf der Schlussetappe Rang drei heraussprinten konnte.
Nur wenige Tage danach folgte dann der erste Saisonsieg. Bei den Drei Tagen von De Panne (Kat. 2.HC) gewann der Columbia-Jungstar die 2. Etappe. „300 Meter vor dem Ziel dachte ich: Ich bin draußen…Ich war ungefähr an zehnter Stelle, aber dann sah ich links eine Lücke – und wenn da eine Lücke ist, gehe ich da auch durch“, so Cavendish nach dem Rennen. Am folgenden Tag legte er gleich noch den zweiten Sieg nach.
Seinen ersten Erfolg bei einem Eintagesrennen feierte der Engländer beim Scheldeprijs Vlaanderen (Kat. 1.HC), als er unter anderem Tom Boonen (Quick.Step) hinter sich lassen konnte. "Das ist ein spezielles Rennen für mich, ich habe hier im letzten Jahr meinen ersten Profisieg gefeiert“, kommentierte Cavendish seinen dritten Saisonerfolg. „Ich bin in guter Form. Nachdem es letzte Woche bei Gent-Wevelgem nicht gut lief, wollte ich heute etwas tun.
Seine Vielseitigkeit stellte Cavendish dann bei der Tour de Romandie unter Beweis. In der Westschweiz gewann er zwar keine Sprinteretappe, dafür aber den Prolog. Mit seinem vierten Saisonsieg im Rücken reiste Cavendish zum Giro d`Italia. Dort lieferte er sich packende Duelle mit dem Italiener Daniele Bennati (Liquigas), aus denen er zwei Mal als Sieger hervor ging. "Zum Giro zu kommen und zu gewinnen ist für jeden Fahrer eine große Sache", sagte er nach seinem ersten Etappenerfolg. Einen möglichen dritten Triumph überließ Cavendish auf der 17. Etappe uneigennützig seinem Teamkollegen André Greipel und begnügte sich mit Rang zwei.
Nach dem Giro, den Cavendish trotz schwerer Schlusswoche zu Ende fuhr, bereitete sich der Sprinter bei der Ster Elektrotoer (Kat. 2.1), wo er eine Etappe gewinnen konnte, auf die Tour de France vor. Die Sprintankünfte der Frankreich-Rundfahrt dominierte Cavendish fast nach Belieben. Gleich vier Massenankünfte entschied er für sich. Die Konkurrenz war bei den flachen Sprints chancenlos. "Cavendish ist einfach der Stärkste, da hat man keine Chance", gestand etwa Erik Zabel (Milram).
Nach einer einmonatigen Wettkampfpause auf der Straße feierte Cavendish bei der Irland-Rundfahrt (Kat. 2.1) sein Comeback und knüpfte dabei an seine Top- Leistungen aus dem Hochsommer an. Der Sprinter gewann die ersten drei Etappen und trug für drei Tage das Trikot des Gesamtführenden.
Seinen letzten Saisonauftritt hatte der Sprinter dann bei der Tour of Missouri (Kat. 2.1), wo er die Saisonsiege Nummer 15, 16 und 17 perfekt machte.
Doch nicht nur auf der Straße lief es bei Cavendish nach Wunsch. Auch auf der Bahn zeigte er seine Klasse. Bei der WM in Manchester gewann er an der Seite seines Landsmanns Bradley Wiggins im Madison-Wettbewerb die Gold-Medaille.
In der kommenden Saison wird Mark Cavendish erneut der Mann sein, den es bei den Sprintankünften zu schlagen gilt. Kommt der junge Columbia-Sprinter mit der ersten Gruppe auf die flache Zielgerade, so fdürfte auch 2009 kein Weg an ihm vorbei führen.
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