CPA-Chef zur Sicherheit in Radrennen

Hansen: “Die Fahrer werden gehört – ein gutes Zeichen“

Von Tom Mustroph

Foto zu dem Text "Hansen: “Die Fahrer werden gehört – ein gutes Zeichen“"
Fahrervertrer Adam Hansen beim Mailand-Sanremo 2023 | Foto: Cor Vos

15.12.2025  |  (rsn) - Beim alljährlichen WorldTour-Seminar des Radsportweltverbandes UCI nahm das Thema Fahrersicherheit wieder größeren Raum ein. Adam Hansen, Chef der Fahrergewerkschaft CPA, zeigte sich im Gespräch mit RSN sehr zufrieden über die generelle Entwicklung und einige konkrete Ergebnisse. Die eine oder andere Baustelle gibt es aber nach Ansicht des Australiers weiterhin.

Adam Hansen, das WorldTour-Seminar der UCI ist zu Ende gegangen. Sie waren als Fahrervertreter dort. Was gibt es Gutes für die Belange der Fahrer zu vermelden?
Hansen: Es gibt immer irgendetwas Gutes. Wir wurden informiert, dass 18 WorldTour-Teams registriert sind für nächstes Jahr. Das ist sehr positiv für die Fahrer. Und dann bekamen wir die Information, dass die Rennveranstalter die GPS-Daten über den Kurs mindestens 45 Tage vor dem Start übermitteln müssen, so dass die Fahrer sehen können, ob der Kurs auch wirklich sicher ist. Das ist ganz neu in der nächsten Saison und es ist ein wichtiger Schritt.

Für welche Rennen gilt das?
Hansen: Für die WorldTour und die ProSeries.

Gab es weitere Verbesserungen oder neue Maßnahmen in Sachen Fahrersicherheit?
Hansen: Ja. Es gab ein generelles Update über das SafeR-Projekt, was wirklich gut war. Dann ging es auch um Standardisierung und Harmonisierung der ganzen Zeichen und Warnhinweise, Alle Rennveranstalter müssen jetzt dieselbe Art von Zeichen verwenden, das gilt bis hinunter auf U23- und Junior-Level.

Das heißt also, keine rosa Richtungspfeile mehr für den Giro?
Hansen: Nein, alles wird vereinheitlicht, auch die Warnzeichen vor den Kreisverkehren und Ähnliches. Auch das Design selbst wird etwas vereinfacht. Das macht es für die Fahrer einfacher, und es war auch ein Wunsch, der von den Fahrern kam.

Die Fahrer werden also gehört…..?
Hansen: Ja, was ja ein gutes Zeichen ist.

In der letzten Zeit gab es immer wieder Debatten um die Kameramotorräder, dass sie teilweise zu dicht an einzelnen Fahrern sind und diese damit durch Windschatten bevorteilen. Spielte das auch eine Rolle auf dem Gipfeltreffen von Teams, Rennveranstaltern, Verbandsfunktionären und Fahrervertretern?
Hansen: Ja, ich habe es eingebracht. In der letzten Zeit hat sich ja fast jedermann über die höheren Geschwindigkeiten des Pelotons beklagt. Aus der Sicht der Fahrer ist es ein großes Problem, dass die Motorräder zu nah an ihnen sind, und das nicht nur aus Sicherheitsaspekten. Es beeinflusst auch das Rennen. Es ist der vielleicht sogar bedeutendste Faktor, der über den Erfolg von Fluchtgruppen entscheidet, abhängig davon, wie nah sie an der Gruppe oder dem Peloton dran sind. Wir haben also darüber gesprochen. Allerdings ist das WorldTour Seminar nicht der richtige Ort, daran detailliert zu arbeiten, das muss eher im Rahmen einer Arbeitsgruppe geschehen. Aber das Thema wurde aufgenommen, es wird beachtet, weil es eben ein wichtiges Thema für die Fahrer ist.

Weitere Radsportnachrichten

08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

08.01.2026Titelverteidiger Plapp fährt hinterher: Vine ist neue Zeitfahrmeister Australiens

(rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen

08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours

(rsn) – Der Schweizer Rennstall Tudor Pro Cycling hat am Mittwoch im spanischen Moraira etwas östlich von Calpe an der Costa Blanca seinen Medientag vor der Saison 2026 abgehalten. Und Miteigentüm

08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“

(rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison

(rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden

06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert

(rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)