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30.08.2008 | (rsn) - Bei der 63. Vuelta a España kommt es zum großen Duell zwischen dem Girosieger Alberto Contador (Astana) und seinem Landsmann Carlos Sastre (CSC-Saxo Bank), der im Juli die Tour de France gewann.
Im Kampf um den Gesamtsieg wird sich bei der letzten dreiwöchigen Landesrundfahrt der Saison alles auf die beiden Spanier konzentrieren. Dabei spricht viel für Contador: Der 25-jährige Asturier hat sich speziell auf diese Vuelta vorbereitet und keine anstregende Tour de France in den Beinen. Dazu kann der Toursieger von 2007 auf eine starke Helferriege bauen, die von Andreas Klöden und Levi Leipheimer angeführt wird. Dagegen ist fraglich, ob Sastre, der mit der Startnummer 1 ins Rennen geht, seine Tour-Form konservieren konnte.
Neben Contador und Sastre zählt mit Alejandro Valverde ein weiterer Spanier zu den heißen Anwärtern auf das Vuelta-Podium. Der spanische Meister vom Caisse d`Epargne- Team gewann in diesem Jahr die Dauphiné Libéré, konnte aber im Anschluss bei der Tour trotz zweier Etappensiege nicht vollends überzeugen. Bei seiner Heimatrundfahrt nimmt der 28-jährige Valverde einen weiteren Anlauf in seinem Bemühen, seinen erste große Landesrundfahrt zu gewinnen.
Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung in der Gesamtwertung machen sich mit Igor Anton (Euskaltel) und Ezequiel Mosquera (Xacobeo Galicia) zwei weitere Spanier. Aber auch der Niederländer Robert Gesink (Rabobank), der Ukrainer Yaroslaw Popovych (Silence-Lotto) und der Italiener Damiano Cunego (Lampre) wollen zumindest unter die ersten Zehn fahren.
Das Team Gerolsteiner schickt mit dem Schweizer Oliver Zaugg ebenfalls einen ambitionierten Fahrer für die Gesamtwertung ins Rennen. Das Hauptaugenmerk der Mannschaft liegt jedoch vor allem auf Etappensiegen: Mit dem Nürtinger Stefan Schumacher und dem Italiener Davide Rebellin hat man zwei aussichtsreiche Kandidaten dabei. Ähnlich ausgerichtet ist auch die zweite deutsche Mannschaft, Team Milram. Dort soll vor allem Erik Zabel für Erfolge sorgen. Bei den Sprintankünften trifft der Routinier allerdings auf starke Konkurrenz. Neben dem Argentinier Juan José Haedo (CSC Saxo Bank), dem Litauer Tomas Vaitkus (Astana) und dem Spanier Koldo Fernandez (Euskaltel) sind vor allem die beiden Italiener Danilo Napolitano (Lampre) und Daniele Bennati (Liquigas), der Spanier Oscar Freire (Rabobank) sowie der Belgier Tom Boonen (Quick Step) heiße Kandidaten auf Etappensiege. Bei Gerolsteiner wird Heinrich Haussler der Mann für die Sprints sein.
Nach den 7,7 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren rund um Granada zum Auftakt und drei Flachetappen wird es für die Klassementfahrer am fünften Tag der Rundfahrt erstmals ernst. Das 40 Kilometer lange Einzelzeitfahren von Ciudad Real wird für die erste größere Selektion in der Gesamtwertung sorgen. Die Kletterspezialisten kommen dann auf der 7. Etappe bei der Bergankunft in Andorra zum ersten Mal auf ihre Kosten. Auch am Tag darauf dürfen sich die Klassementfahrer keine Schwäche erlauben, denn nach zwei Anstiegen der ersten Kategorie endet das achte Teilstück auf dem Pla de Beret.
Die Königsetappe der Rundfahrt ist die 13. Etappe am 13. September. Wem die 13 an diesem Tag Glück bringt, könnte auch am Ende in Madrid ganz oben auf dem Podium stehen. An diesem Tag stehen fünf Bergwertungen auf dem Programm. Nach einem Anstieg der dritten und drei der ersten Kategorie endet die Etappe auf dem extrem steilen Angliru, der zur Ehrenkategorie zählt.
Gleich sechs Bergwertungen warten am Tag darauf auf die Fahrer. Auf den letzten 100 Kilometern müssen drei Anstiege der ersten Kategorie inklusive Bergankunft gemeistert werden. Die letzte Möglichkeit, in der Gesamtwertung noch einmal für Veränderungen zu sorgen, bietet das 16 Kilometer lange Bergzeitfahren hinauf zum Alto de Navacerrada am Vorschlusstag der Rundfahrt. Danach steht fest, wer die 63. Auflage der Spanien-Rundfahrt gewonnen hat.
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