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07.02.2026 | (rsn) – TotalEnergies hat es geschafft. Sukzessive hat das Management in den letzten Jahren daran gearbeitet, ein rein französisches Team zu werden. Nach dem Abgang des Belgiers Steff Cras ist es nun soweit: Der komplette 28-Mann-Kader besteht nur noch aus Franzosen. In den ersten beiden Ligen des Radsports kann nur noch Flanders – Baloise als rein belgische Mannschaft, bei allerdings nur 20 Fahrern, so eine Bilanz aufweisen.
Zumindest uneingeschränkte Freude dürfte das jedoch nicht hervorgerufen haben, war Cras in den vergangenen Jahren doch einer der Leistungsträger. Und da in Pierre Latour ein weiterer, nicht ganz unrelevanter Profi seine Karriere beendet hat, wird sich die Last des Punktesammelns auf weniger Schultern verteilen. Vor allem dann, falls die Equipe noch Ambitionen hegen sollte, in die WorldTour aufzusteigen.
Sprinter Emilien Jeannière, bereits gut in die Saison gestartet, und Klassikerspezialist Anthony Turgis werden gemeinsam mit dem Überraschungs-Zehnten der vergangenen Tour de France, Jordan Jegat, die Hauptrollen spielen - jeder auf seinem Terrain. Dazu sind Joris Delbove, Alexandre Delettre und auch Mattéo Vercher immer wieder für Top-10-Ergebnisse gut. Glänzen will das Team vor allem – na klar – bei französischen Rennen. ___STEADY_PAYWALL___
Sprinter Emilien Jeannière wird auch 2026 eine Kapitänsrolle bei TotalEnergies übernehmen. | Foto: Cor Vos
2025 und auch im Jahr davor sprangen 13 Siege für das Team heraus. Das ist kein Vergleich zu der Zeit, als Bryan Coquard, Thomas Voeckler, Jerome Pineau oder Sylvain Chavanel für die Vorgänger-Teams viele und vor allem große Siege einfuhren. Aber es ist ein solider Wert für ein ProTeam – fast die Hälfte der WorldTour-Mannschaften hat weniger Siege eingefahren. Dementsprechend ist die Basis von TotalEnergies recht solide.
Für das, was bevorsteht, ist das aber auch notwendig. Der der Sponsor hat angekündigt, sich Ende 2026 zurückzuziehen. Das dürfte stark damit zusammenhängen, dass der Energiekonzern, der jetzt schon auf den Trikots von Ineos Grenadiers vertreten ist, dort ab 2027 als Co-Namenssponsor gehandelt wird.
Für das ProTeam bedeutet das die Suche nach einem neuen Geldgeber – oder aber das Aus eines weiteren französischen Teams. Sportliche Erfolge dürften dabei helfen, das schlimmste Szenario zu vermeiden. Dazu kommt, dass kein einziger Fahrer aus dem aktuellen Kader über 2026 hinaus einen Vertrag besitzt. Das sorgt einerseits für Druck, andererseits aber auch für Motivation.
Um die aktuelle Situation wissend, hat das Team auch auf prominente Zugänge verzichtet. Drei der sechs Neuverpflichtungen kommen aus dem aufgelösten Team Arkéa – B&B Hotels und wurden quasi von der Straße gerettet. Zwei weitere Fahrer wurden von Kontinental-Teams verpflichtet.
Geoffrey Bouchard hatte eigentlich vor, seine Karriere 2025 im Decathlon-Trikot zu beenden. Als die Anfrage von Total kam, nahm er aber doch noch mal ein Angebot an. | Foto: Cor Vos
Und dann ist das noch Geoffrey Bouchard. Der hatte eigentlich schon seine Karriere beendet, nachdem er im September bei der Luxemburg-Rundfahrt gestürzt und mit Schlüsselbeinbruch raus war. Nach der Anfrage des Teams entschied er sich dazu, doch noch ein Jahr ranzuhängen. Mit 33 Jahren wird Bouchard der älteste Profi im Team sein, nur sechs knacken die 30er Marke.
Deswegen dürfte er, auch wenn er trotz seines Alters erst sieben Profisaisons auf dem Buckel hat, vor allem wegen seiner Erfahrung und als Leitfigur ins Team geholt worden sein Sportlich konnte der frühere Sieger der Bergtrikots von Giro und Vuelta zuletzt nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen.
Eine vergleichbare Erfolgsbilanz kann Sandy Dujardin noch nicht aufweisen. Der 28-Jährige schwimmt in der Regel unterhalb des Radars, obwohl seine Ergebnisse das kaum rechtfertigen. Elf Top-10-Platzierungen hat der Franzose im vergangenen Jahr eingefahren, darunter den Sieg bei der Maryland Classic (1. Pro) in den Vereinigten Staaten, bei der er im Sprint einer kleinen Gruppe Brandon McNulty, Mauro Schmid, Jonas Abrahamsen und auch Marius Mayrhofer abkochte.
Keine Laufkundschaft, die der Eintagesspezialist da in Schach gehalten hatte. Bei ähnlich gelagerten Rennen kämpfte Dujadrin ebenfalls gegen große Namen. Und auch wenn es dort nicht für ganz vorne reichte, zeigt es doch, dass er an guten Tagen durchaus dazu in der Lage ist, ein paar arrivierte WorldTour-Profis zu ärgern.
Sandy Dujardin kann an guten Tagen auch prominente Namen im Fahrerfeld ärgern. | Foto: Cor Vos
Das Aufgebot:
Thomas Bonnet (Frankreich / 27 Jahre), Geoffrey Bouchard (Frankreich / 33), Rayan Boulahoite (Frankreich / 21), Nicolas Breuillard (Frankreich / 25), Alexys Brunel (Frankreich / 27), Mathieu Burgaudeau (Frankreich / 27), Florian Dauphin (Frankreich / 26), Joris Delbove (Frankreich / 25), Alexandre Delettre (Frankreich / 28), Fabien Doubey (Frankreich / 32), Sandy Dujardin (Frankreich / 28), Thomas Gachignard (Frankreich / 25), Fabien Grellier (Frankreich / 31), Thibault Guernalec (Frankreich / 28), Emilien Jeannière (Frankreich / 27), Jordan Jegat (Frankreich / 26), Alan Jousseaume (Frankreich / 27), Mathis Le Berre (Frankreich / 24), Samuel Leroux (Frankreich / 31), Theo Léveque (Frankreich / 21), Lorenzo Manzin (Frankreich / 31), Nicola Marcerou (Frankreich / 23), Valentin Retailleau (Frankreich / 25), Jason Tesson (Frankreich / 28), Pierre Thierry (Frankreich / 22), Anthony Turgis (Frankreich / 31), Baptiste Vadic (Frankreich / 23), Mattéo Vercher (Frankreich / 24)
Davon Neuzugänge:
Geoffrey Bouchard (Decathlon – AG2R La Mondiale), Thibault Guernalec (Arkéa – B&B Hotels), Mathis Le Berre (Arkéa – B&B Hotels), Nicolas Breuillard (St. Michel – Preference Home – Auber93), Pierre Thierry (Arkéa – B&B Hotels), Theo Léveque (Vendée U Pays de la Loire)
Teamleitung:
Manager: Jean-René Bernaudeau
Sportdirektor: Benoit Genauzeau
Sportliche Leiter: Dominique Arnould, Lylian Lebreton, Cyril Lemoine, Thibaut Macé, Romain Sicard
Material:
Rahmenhersteller: Cube
Gruppe: Shimano
Laufräder: Newmen
Reifen: Continental
Trikot: Bioracer
Helm: HJC
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