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09.02.2026 | (rsn) – Man könnte annehmen, dass die ASO, der Veranstalter der Tour de France und der Vuelta a Espana, kein großer Fan der Unibet - Rose - Rockets ist. Weder zur Vuelta a Espana noch zur Tour de France erhielt das Team eine Einladung.. ASO-Chef Christian Prudhomme erklärte kühl: “Sie geben überhaupt nicht vor, französisch zu sein. Sie haben eher mehr niederländische Fahrer.”
Dabei hat die Equipe in den vergangenen zwei Jahren viel investiert, um genau dorthin zu kommen. Das ProTeam, das erst 2023 ins Leben gerufen wurde, scheint finanziell gut aufgestellt. Man wechselte, trotz der höheren Sozialabgaben, von einer niederländischen zu einer französischen Lizenz. Der Hauptsponsor Unibet gehört zur Kindred Group, die seit 2024 mehrheitlich zum französischen Konzern FDJ gehört.
___STEADY_PAYWALL___Man verpflichtete für 2026 ganze 15 neue Fahrer, mit Victor Lafay, Wout Poels und Dylan Groenewegen drei Tour-de-France-Etappensieger und außerdem Marcel Kittel als Sprintcoach. Es verließen aber auch zehn Fahrer die Equipe. Der mediale Auftritt ist modern, offensiv, sehr unterhaltsam ausgelegt, was man so im Radsport nicht kennt. Auch das dürfte die Rockets für Sponsoren sehr attraktiv machen.
Marcel Kittel kam durch die Rockets wieder zurück in den Profiradsport | Foto: Cor Vos
Vielleicht missfällt gerade diese Medienarbeit der ASO, die 2021 die Berichterstattung des Teamgründers Bas Tietema von der Frankreich-Rundfahrt aufgrund einer Bildrecht-Thematik stoppte. Rein sportlich gesehen ist der Tour-Veranstalter noch nicht verpflichtet, die Equipe einzuladen. Im UCI-Ranking belegte die Mannschaft im vergangenen Jahr Rang 26 und lag damit einen Platz hinter Caja Rural, das statt der Rockets die Wildcard-Einladung zur Tour bekam. Ein weiterer Faktor für die Einladung des spanischen ProTeams dürfte der Grand Depart in Barcelona sein.
Fünf Siege standen letztes Jahr zu Buche, einer davon der slowakische Meistertitel von Lukas Kubis. Ein WorldTour-Erfolg fehlt der Mannschaft bislang. Besonders bei Eintagesrennen holten sie aber viele Top-10-Ergebnisse und zeigte sich bei den Frühjahrsrennen sehr aktiv.
Die sportliche Entwicklung verläuft gut, jedoch bisher nicht sprunghaft, mit den Neuverpflichtungen könnte die Leistungskurve aber deutlich ansteigen. Das Team hat sich Erfahrung auf höchstem Niveau eingekauft. Wout Poels ist zwar schon 38, gewann jedoch noch 2023 zwei Grand-Tour-Etappen und entschied im vergangenen Jahr zudem die Türkei-Rundfahrt für sich. Dass Dylan Groenewegen noch Siege einfahren kann, bewies er dieses Jahr schon bei der Clàssica Comunitat Valenciana. Hier zeigte sich vielleicht schon die Arbeit von Kittel, der bei diesem Rennen im Mannschaftsauto saß.
Groenewegen konnte im bunten Trikot der Mannschaft schon jubeln | Foto: Cor Vos
Dass Victor Lafay sehr viel Potential hat, bewies der 30-Jährige bereits einige Male. Eine hügelige Tour-Etappe im Baskenland gewinnt man nicht zufällig auf dem letzten Kilometer gegen Tadej Pogacar und Wout van Aert. Sein Problem in den letzten Jahren war eher die Konstanz.
Aus dem Peloton konnte man vernehmen, dass er nicht immer den konsequentesten Profi-Alltag führt. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber Decathlon – AG2R konnte der Franzose nicht an alte Erfolge anknüpfen und fuhr keinen Sieg ein. Er wurde in den beiden Jahren nur einmal für eine Grand Tour nominiert, bei der Vuelta 2024 landete er auf keiner Etappe innerhalb der ersten Zehn.
Vielleicht bietet der moderne Radsport-Ansatz der Unibet - Rose Rockets den richtigen Nährboden für das Talent des Franzosen.
Die Mannschaft kann sich aber auch abgesehen von den Neuverpflichtungen Hoffnungen auf gute Ergebnisse machen. 23 Top-Ten-Ergebnisse fuhr Lukas Kubis 2025 für die Auswahl ein. Zwar waren die meisten davon bei eher kleineren Rennen, dort zeigte der Slowake jedoch erstaunliche Konstanz.
Oft fehlte nur wenig zum Sieg und gerade hier könnte die Unterstützung von Kittel spannend werden. Dieses Jahr konnte er immerhin schon einen dritten Platz beim Gran Premio Castellón - Ruta de la Cerámica und zwei zweite Plätze beim Etoile de Bessèges einfahren.
Lukas Kubis fährt auf den Spuren von Peter Sagen im Trikot der slowakischen Meisters. | Foto: Cor Vos
Sein neuer, erfahrener Teamkollege Dylan Groenewegen kann dem 26-Jährigen ebenfalls für den Sprint hilfreiche Tipps geben. Bei den Klassikern, bei denen Kubis letzte Saison schon einen sechsten Platz vom Omloop Nieuwsblad vorweisen kann, dürfte er bei einigen Rennen als Kapitän an den Start gehen. Für das diesjährige Paris-Roubaix steht eine Einladung der ASO an die Rockets ebenfalls noch aus. Für den Giro d’Italia darf das Team noch hoffen, die Sponsoren der Rundfahrt würde die mediale Begleitung der Unibet - Rose Rockets vermutlich freuen.
Das Aufgebot:
Ronan Augé (Frankreich / 21), Joren Bloem (Niederlande / 26), Cedrik Bakke Christophersen (Norwegen / 24), Hartthijs de Vries (Niederlande / 29), Odd Christian Eiking (Norwegen / 31), Karsten Larsen Feldmann (Norwegen / 22), Eivind Broholt Fougner (Norwegen / 22), Owen Geleijn (Niederlande / 25), Dylan Groenewegen (Niederlande / 32), Jelle Johannink (Niederlande / 29), Matyáš Kopecký (Tschechien / 23), Tomáš Kopecký (Tschechien / 25), Lukáš Kubiš (Slowakei / 26), Victor Lafay (Frankreich / 30), Niklas Larsen (Dänemark / 28), Lander Loockx (Belgien / 28), Adrien Maire (Frankreich / 25), Sergio Meris (Italien / 24), Wessel Mouris (Niederlande / 23), Tobias Müller (Deutschland / 21), Jannis Peter (Deutschland / 25), Wout Poels (Niederlande / 38), Martijn Rasenberg (Niederlande / 24), Elmar Reinders (Niederlande / 33), Colin Savioz (Frankreich / 21), Abram Stockman (Belgien / 29), Adam ?oupalík (Tschechien / 29), Rory Townsend (Irland / 30), Clément Venturini (Frankreich / 32), Killian Verschuren (Frankreich / 23)
Davon Neuzugänge:
Ronan Augé (CIC - U - Nantes), Karsten Larsen Feldmann (Team Coop - Repsol), Eivind Broholt Fougner (Team Coop - Repsol), Dylan Groenewegen (Team Jayco AlUla), Matyáš Kopecký (Team Novo Nordisk), Victor Lafay (Decathlon AG2R La Mondiale Team), Niklas Larsen (BHS - PL Beton Bornholm), Tobias Müller (Wanty - Nippo - ReUz), Jannis Peter (Team Vorarlberg), Wout Poels (XDS Astana Team), Martijn Rasenberg (Parkhotel Valkenburg), Elmar Reinders (Team Jayco AlUla), Colin Savioz (Charvieu Chavagneux Isère Cyclisme), Rory Townsend (Q36.5 Pro Cycling Team), Clément Venturini (Arkéa - B&B Hotels)
Teamleitung:
Manager: Josse Wester
Sportdirektorin: Julia Soek
Sportliche Leiter: Bas Tietema, Boy Sanders, Jon Mould, Joram Grootveld, Martijn Budding, Rob Harmeling, Roger Hammond, Sverre Dyngeland Vik
Material:
Rahmenhersteller:Rose
Gruppe: SRAM
Laufräder: Vision
Reifen: Vittoria
Trikot: Santini
Helm:Kask
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