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06.10.2025 | (rsn) – Dorian Godon (Decathlon – AG2R La Mondiale) hat die 106. Ausgabe der Coppa Bernocchi (1.Pro) gewonnen. Der Französische Meister holte sich bei dem italienischen Herbstklassiker über 191,6 Kilometer rund um Legnano im Sprint des reduzierten Feldes den Sieg vor dem Dänen Tobias Lund Andresen (Picnic – PostNL) sowie den beiden Italienern Giovanni Lonardi (Polti – VisitMalta) und Andrea Raccagni Noviero (Soudal - Quick-Step). Fünfter wurde der starke Michael Matthews (Jayco – AlUla), der in einer Ausreißergruppe dabei war, die erst auf der Zielgerade gestellt worden war.
“Für mich war das heute keine Überraschung. Ich liebe diese italienischen Rennen zum Saisonende. Gestern war es bei der Coppa Agostoni schon richtig hart, und heute war der Beginn auch hart. Dann haben sich meine Beine aber geöffnet und wir haben entschieden, mit mir auf Sprint zu fahren. Nans Peters hat einen unglaublichen Job gemacht, es war unser letztes gemeinsames Rennen. Ich konnte zuerst gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe, da waren so viele Fahrer um mich rum. Erst 50 Meter habe ich gewusst, dass ich es geschafft hatte“, sagte Godon im Ziel-Interview, nachdem er als zweiter Franzose nach Charly Mottet die Coppa Bernocchi für sich hatte entscheiden können. Bereits im Herbst 2023 hatte er den Giro del Veneto (1.Pro) gewonnen.
In Legnano profitierte er nun von einer starken Vorstellung seiner Equipe, die taktisch klug agierte und auch einen Fahrer in der Spitzengruppe platzierte hatte, die erst spät gestellt wurde. “Meine Teamkollegen haben am Ende die Lücke geschlossen, das war eine echte Mannschaftsleistung“, betonte der 29-Jährige, der noch die Tour de Vendée und Paris-Tours bestreiten wird, der sich nach sieben Jahre von der Decathlon-Equipe verabschieden und zu Ineos Grenadiers wechseln wird.
Der zweite Teil der “Lombardischen Trilogie“, zu der noch die Coppa Agostini (1.1) und Tre Valli Varesine (1.Pro) gehören, formierte sich nordwestlich von Mailand früh eine fünfköpfige Ausreißergruppe mit den beiden WorldTour-Profis Gianni Vermeersch (Alpecin – Deceuninck) und Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) sowie Xabier Mikel Azparren (Q36.5), Joel Suter (Tudor) und dem für den italienische Konti-Team fahrenden Samuel Quaranta.
Bis zur Einfahrt auf den acht Mal zu befahrenden Rundkurs mit den Anstiegen San Pancrazio und Piccolo Stelvio hatte sich die Gruppe einen Vorsprung von rund zwei Minuten erarbeitet, der sich vom Feld leicht kontrollieren ließ. So wurden die Ausreißer auch schon 64 Kilometer vor dem Ziel eingefangen. Kurz darauf sprengte Sepp Kuss (Visma – Lease a Bike) im Piccolo Stelvio das Feld und initiierte eine neue, stark Spitzengruppe, zu der noch Matthews, Jordan Labrosse (Decathlon - AG2R La Mondiale), Albert Withen Philipsen (Lidl – Trek) und Benjamin Thomas (Cofidis) gehörten.
In der Verfolgung des Quintetts, das sich schnell einen Vorsprung von rund 40 Sekunde herausfahren konnte, teilte sich das Feld. Nach einem Konter von Natnael Tesfatsion (Movistar) formierte sich eine Verfolgergruppe um Jay Vine (UAE – Team Emirates – XRG) und Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike), der 38 Kilometer vor dem Ziel mit Quinten Hermans (Alpecin – Deceuninck) den Anschluss schaffte.
Das Streckenprofil der Coppa Bernocchi | Foto: Veranstalter
Die zahlenmäßige Überlegenheit nutzte das Visma-Duo, indem Kuss am 1,6 Kilometer langen Piccolo Stelvio attackierte. Hier fiel Tesfatsion zurück, dafür konnte aber die Verfolgergruppe um Vine wieder die Lücke schließen. Die nunmehr zwölf Spitzenfahrer wurden vom Feld gejagt, in dem Uno-X, Bahrain und Tudor hohes Tempo einschlugen, da sie keinen ihrer Fahrer vorne hatten platzieren können. Als die Ausreißer, zu denen nicht mehr Kuss gehörte, und Feld den Rundkurs 23 Kilometer vor dem Ziel verließen, betrug der Abstand rund 25 Sekunden.
Danach entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen de beiden Gruppen. Eingangs der letzten vier Kilometer löste sich Vincenzo Albanese (EF Education – EasyPost), doch kurz darauf war das Feld heran. Danach zogen Alessandro Covi (UAE – Team Emirates – XRG) und Quinn Simmons (Lidl – Trek) davon, doch der Italiener und der US-Amerikaner wurden auf den letzten 300 Metern gestellt, ehe sich Godon in einem wilden Sprint mit Tigersprung seinen 15. Profisieg vor Andresen sicherte.
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