Deutsches U23-Duo 14. und 15. im Zeitfahren

Belgischer Doppelsieg: Vervenne und Van Kerckhove fangen Rafferty ab

Von Felix Mattis

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Jonathan Vervenne (links) ist Zeitfahr-Europameister der U23 vor Matisse Van Kerckhove (rechts) geworden - in der Mitte: Nationaltrainer Serge Pauwels. | Foto: Cor Vos

01.10.2025  |  (rsn) – Mit einem belgischen Doppelsieg ist ein wahrer Zeitfahrkrimi bei den U23-Europameisterschaften im französischen Etoile-sur-Rhone zu Ende gegangen. Nach 24 Kilometern setzte sich Jonathan Vervenne vom Soudal – Quick-Step Development Team in 30:27 Minuten nur 1,66 Sekunden vor seinem Landsmann Matisse Van Kerckhove durch.

Dabei hatten 1,5 Kilometer vor dem Ziel, am Fuß der fünf Prozent steilen Schlussrampe, beide noch nicht an der Spitze gelegen. Dort nämlich führte noch der Ire Adam Rafferty drei Sekunden vor Vervenne und vier Sekunden vor Van Kerckhove. Am Ende musste er sich mit sechs Sekunden Rückstand auf den neuen Europameister mit Bronze zufriedengeben.

Vierter wurde der WM-Dritte von Kigali vor einer Woche, der Franzose Maxime Decomble (+ 0:15), vor dem Dänen Mads Landbo (+ 0:26) und dem Italiener Nicolas Milesi (+ 0:29) sowie dem Spanier Hector Alvarez (+ 0:31), der die ansteigenden letzten 1,5 Kilometer am schnellsten von allen hinauffuhr und sich so noch vom zehnten auf den siebten Platz vorschob. U23-Zeitfahrweltmeister Jakob Söderqvist trat bei der EM in Frankreich nicht in der Nachwuchskategorie an, sondern hatte sich für das Elite-Rennen am Nachmittag gemeldet.

Der Luxemburger Mathieu Kockelmann (+ 0:50) wurde Elfter, das deutsche Duo Louis Leidert (+ 1:11) und Paul Fietzke (+ 1:19) belegte die Plätze 14 und 15.

Zu Beginn des 24 Kilometer langen Kampfes gegen die Uhr hatte zunächst Rafferty den klar besten Eindruck gemacht. Der Ire fuhr beim ersten Messpunkt nach 6,6 Kilometern in 7:46 Minuten Bestzeit und lag dort zwölf Sekunden vor dem Franzosen Arthur Blaise, der am Ende Zehnter wurde, sowie 13 vor Van Kerckhove. Vervenne hatte dort schon 19 Sekunden Rückstand und war Siebter.

Dann aber drehte der Belgier auf. Er war der Schnellste auf dem Weg von der ersten zur zweiten und auch von der zweiten zur dritten Zwischenzeit, so dass Vervenne vor den schweren letzten 1,5 Kilometern auf Rang zwei vorrücken konnte – mit nur noch drei Sekunden Rückstand auf Rafferty und eine Sekunde vor Van Kerckhove. Im Schlussanstieg dann brach Rafferty ein, fuhr dort nur noch die zwölftbeste Zeit und rutschte von Gold auf Bronze ab, während Vervenne und Van Kerckhove mit der besseren Krafteinteilung nach vorne rückten und den belgischen Doppelsieg feierten.

Stark gestartet, aber schon früher zurückgefallen war Kockelmann, der von Platz vier an der ersten Zwischenzeit über Rang fünf bei der zweiten zu Platz elf an Messpunkt drei sowie im Ziel kam. Leidert und Fietzke dagegen starteten eher verhalten, waren zu Beginn nur 20. und 21. und kletterten dann im Verlauf des Rennens langsam in die Top 15 – ohne aber in einem Abschnitt besonders herauszustechen.

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