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11.10.2024 | (rsn) – SD Worx – Protime dominiert weiterhin die 26. Simac Ladies Tour (8. – 13. Okt / 2.WWT). Nachdem Lorena Wiebes zwei Etappensiege in Folge feiern konnte, war am vierten Tag der niederländischen Rundfahrt ihre Anfahrerin Barbara Guarischi dran. Die 34-jährige Italienerin setzte sich über 118,2 Kilometer rund um Ede im Sprint einer 14-köpfigen Spitzengruppe, die sich knapp 50 Kilometer vor dem Ziel formiert hatte, knapp vor der Neuseeländerin Ally Wollastan (AG Insurance – Soudal) und ihrer Landsfrau Maria Giulia Confalonieri (Uno-X Mobility) durch.
“Ich kann es noch gar nicht glauben. Eigentlich sollte es nicht so laufen. Aber zum Glück waren wir zu zweit in der Gruppe und die Mädels dahinter haben einen tollen Job gemacht, um uns so gut wie möglich zu jagen. Dann hat aber der Sportdirektor entschieden, dass wir vorne unsere Chance erhalten sollten. Ich dachte eigentlich, dass sie uns wieder zurückholen würden. Ich bin es nicht mehr gewohnt, auf Sieg zu fahren, weshalb ich etwas nervös war. Ich weiß, ich bin schnell, habe versucht, ruhig zu bleiben und im Finale mehr mit Köpfchen als mit Power zu fahren, und das hat gut geklappt“, sagte Guarischi im Ziel, nachdem sie ihren ersten Sieg seit fast eineinhalb Jahren eingefahren hatte.
Franziska Koch (dsm-firmenich – PostNL) verpasste als Vierte zwar vier Bonussekunden, übernahm aber das Gelbe Trikot von Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM), die 36 Sekunden nach der Siegerin im Peloton das Ziel erreichte. Die Deutsche Meisterin war aufmerksam, als sich die entscheidende Gruppe bildete und beteiligte sich im Finale ebenfalls an der Führungsarbeit, um den Vorsprung auf das von SD Worx angeführte Feld zu behaupten.
Nun liegt die 24-Jährige aus Mettmann im Gesamtklassement fünf Sekunden vor Auftaktsiegerin Bäckstedt, die nach drei Tagen ihr Gelbes Trikot abgeben musste, aber die Führung in der Nachwuchswertung behauptete. Vom zweiten auf den dritten Platz zurück fiel Titelverteidigerin Lotte Kopecky (SD Worx – Protime / +0:08). Wiebes bleibt an der Spitze der Punktewertung.
Right down to the line ????
— Eurosport (@eurosport) October 11, 2024
Barbara Guarischi pips Ally Wallaston on the line in a thrilling sprint finish at Stage 4 of the Simac Ladies Tour ???????? pic.twitter.com/a3X6ABRNEa
Auf dem zweimal zu befahrenden Rundkurs, bei dem es nur im Zielbereich über einige Wellen ging, lösten sich rund 70 Kilometer vor dem Ziel Teniel Campbell (Liv AlUla – Jayco) aus Trinidad &Tobago und die Schwedin Julia Borgström (AG Insurance - Soudal Team) aus dem Feld und fuhren eine halbe Minute Vorsprung heraus.
Eingangs der letzten 50 Kilometer schloss eine kurz zuvor von Eva van Agt (Visma – Lease a Bike) initiierte zwölfköpfige Gruppe zum Spitzenduo auf. Mit dabei waren auch die Österreicherin Christina Schweinberger (Fenix – Deceuninck) und die Gesamtsechste Koch, die wenig später sogar virtuelle Leaderin war.
Obwohl mit Guarischi und Femke Markus auch zwei Fahrerinnen von SD Worx unter den Ausreißerinnen waren, spannten sich Wiebes‘ verbliebene Helferinnen vor das Feld, das eingangs der 40 Kilometer langen Schlussrunde 1:40 Minuten Rückstand hatte.
Daran änderte sich zunächst nichts, vor allem, weil das mit drei Fahrerinnen an der Spitze vertretene Soudal-Team dagegenhielt. Doch obwohl sich kurz darauf auch noch UAE sowie Koch an der Führungsarbeit beteiligten, ging der Abstand bis zehn Kilometer vor dem Ziel um rund eine halbe Minute zurück, um dann aber eingangs der letzten drei Kilometer immer noch 50 Sekunden zu betragen.
Zwar kam das Feld nicht mehr an die Ausreißerinnen heran. Doch SD Worx konnte auf Guarischi bauen, die kurz vor der Ziellinie noch ihr Vorderrad an Wollaston, die den Sprint eröffnet hatte, vorbeischob, um den neunten Sieg ihrer Karriere zu feiern. Koch verpasste zwar den dritten Platz, konnte sich aber dennoch als neue Gesamtführende das Gelbe Trikot überstreifen.
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