6. Etappe auf 42,5 Kilometer verkürzt

Zu viel Schnee: Tour de Suisse muss Nufenenpass streichen

Von Felix Mattis

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Der Nufenenpass bei der Tour de Suisse 2019. | Foto: Cor Vos

07.06.2024  |  (rsn) – Die 6. Etappe der am Sonntag, dem 9. Juni beginnenden Tour de Suisse (2.UWT) wird am 14. Juni nicht wie geplant von Locarno über den Nufenenpass ins Wallis und zur Bergankunft in Blatten-Belalp führen. Aufgrund der Schneelage an den über 2.000 Meter hohen Pässen zwischen Italien und der Schweiz – der Nufenenpass liegt 2.421 Meter über dem Meer – sind die Straßen dort nicht passierbar.

Zunächst hatten die Organisatoren eine Ausweichroute über Gotthard- und Furkapass (2.429 m) in Erwägung gezogen, doch auch dafür wurde nun eine Absage erteilt. Deshalb muss das Teilstück drastisch auf 42,5 Kilometer verkürzt werden und führt nun vom Nordischen Skizentrum Goms in Ulrichen über 848 Höhenmeter hinauf nach Blatten-Belalp.

"Laut den Urner und Walliser Räumungsequipen ist eine sichere Überquerung des Furkapasses in den nächsten Tage nicht möglich. Aus diesem Grund wird die 6. Etappe der Tour de Suisse weder über den Nufenen- noch über den Furkapass ins Wallis führen", heißt es in einer Pressemitteilung. Renndirektor Olivier Senn erklärte:

"Die Sicherheit für die Fahrer, die Begleitfahrzeuge und auch für die Zuschauer:innen liegt für uns an erster Stelle. Klar sind wir enttäuscht, dass wir die Königsetappe nicht wie geplant durchführen können. Gegen die Natur und das Wetter haben wir aber keinen Einfluss und haben es zu akzeptieren."

Das Nordische Skizentrum Goms in Ulrichen – im Winter eine Biathlon- und Langlauf-Hochburg – stellte sich den Veranstaltern kurzfristig als Ausweich-Startort zur Verfügung. "Wir sind froh, so schnell einen alternatvien Startort mit genügend Platz für den gesamten Tour-Tross gefunden zu haben", so Senn, der sich außerdem bei den lokalen Organisatoren in Locarno im Tessin für ihr Verständnis bedankte, dass die Etappe nicht wie geplant dort starten kann.

Durch die Verkürzung der Strecke und den Wegfall des Nufenenpasses als höchstem Punkt des Rennens wird auch der neue Sonder-Bergpreis zu Ehren des im vergangenen Jahr bei der Tour de Suisse tödlich verunglückten Gino Mäder nun auf eine andere Etappe verlegt. Er wird am Gotthardpass im Ziel der 4. Etappe vergeben.

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