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24.02.2024 | (rsn) – Nachdem er gestern noch mit einem Schleicher als Zweiter den dritten Tagessieg bei der UAE Tour (2.UWT) denkbar knapp verpasst, schlug Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) am Samstag in Abu Dhabi zu. Nach der 1. und der 4. Etappe war der Belgier nach 138 Kilometern im Massensprint deutlich schneller als Arvid de Kleijn (Tudor) und Phil Bauhaus (Bahrain Victorious). Milan Fretin (Cofidis) kam vor Gleb Syritsa (Astana Qazaqstan) als Vierter ins Ziel. Jay Vine (UAE Team Emirates) verteidigte die Gesamtführung.
Zum ersten Mal in der sechsjährigen Geschichte der UAE Tour konnte ein Fahrer bei einer Austragung drei Etappen gewinnen. “Wenn man sieht, wie viele starke Sprinter hier sind und in der Vergangenheit hier waren und man ist der Erste, der das schafft, dann kann man sehr glücklich sein“, freute sich Merlier im Ziel-Interview über seinen Rekord. “Alles ist perfekt gelaufen. Wir haben gemacht, was wir machen wollten und ich konnte meinen Sprint wie geplant fahren“, fügte er an. Dabei war er nach dem Teufelslappen in einem chaotischen Finale auf sich allein gestellt, da sein letzter Helfer Bert van Lerberghe ihn “1,5 Kilometer vor dem Ziel gut abgesetzt“ hatte. Für Merlier war es nach zwei Tageserfolgen bei der AlUla Tour (2.1) bereits der fünfte Sieg des Jahres.
Für Bauhaus war es im Rahmen der UAE Tour das vierte Ergebnis unter den besten Zehn. Dabei steigerte er sich stetig von Platz 9 zum Auftakt bis hin zum Bronzerang bei der vierten Sprintchance. Für Pascal Ackermann (Israel – Premier Tech) hingegen lief es erneut nicht nach Wunsch, er wurde Fünfzehnter und schließt damit die Rundfahrt, die morgen mit einer Bergankunft endet, ohne Top-Ten-Ergebnis ab. Henri Uhlig (Alpecin – Deceuninck) war Teil der Ausreißergruppe des Tages und wurde kurz vor den letzten zehn Kilometern eingeholt.
An der Spitze des Klassements änderte sich nichts. Vine liegt weiterhin elf Sekunden vor Ben O’Connor (Decathlon – AG2R La Mondiale) und derer 13 vor seinem Teamkollegen Brandon McNulty. Merlier baute seine Führung im Punktetrikot aus, bester Nachwuchsfahrer ist weiterhin der Gesamtvierte Ilan van Wilder (Soudal – Quick-Step).
Direkt nach den Startschuss lösten sich Marco Murgano (Corratec – Vini Fantini), Eddy Finé (Cofidis) und der im Klassement nur 1:12 Minuten zurückliegende Spanier Juan Pedro Lopez (Lidl – Trek) vom Peloton ab. Zwanzig Kilometer später setzten Uhlig und Jonas Rickaert (Alpecin – Deceuninck) nach. Es dauerte 14 Kilometer, bis das Verfolgerduo das Spitzentrio eingeholt hatte. Dort hatte sich kurz zuvor Lopez beim Zwischensprint drei Bonussekunden gesichert.
Mehr als 2:30 Minuten Vorsprung wurden dem neugeformten Quintett vom Feld daraufhin nicht gegönnt. Mit noch dreißig zu fahrenden Kilometern holte sich Lopez auch den zweiten Zwischensprint. Anschließend wartete der Iberer auf das Peloton. Rickaert tat es ihm kurz darauf gleich und auch die anderen drei wurden 12 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Im Finale konnte kein Team Struktur ins Geschehen bringen, so kam es zu einem chaotischen Sprint, bei dem Merlier ohne Hilfe seiner Mannschaft vom Hinterrad von Syritsa problemlos zum Sieg sprintete.
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