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26.04.2021 | (rsn) - Dass tour-Sieger Tadej Pogacar (UAE – Emirates) mit der 107. Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich zugleich sein erstes Monument gewonnen hat, liegt in erster Linie natürlich am Slowenen selbst. Der Slowene feierte seinen bereits sechsten Saisonsieg, so viele hat noch keiner seiner Konkurrenten auf dem Konto. Außerdem krönte sich der 22-Jährige zum jüngsten Sieger eines der fünf Monumente, seit Bernard Hinault den Ardennenklassiker 1977 für sich entschied.
Perfekt vorbereitet wurde dieser Triumph aber von seiner überragenden Mannschaft. Noch am Mittwoch musste sich UAE Emirates vom Wallonischen Pfeil zurückziehen, weil Diego Ulissi und ein nicht genannter Mitarbeiter einen positiven Corona-Befund erhielten. "Wir waren sehr enttäuscht, dass wir den Flèche Wallonne nicht fahren konnten. Deshalb waren wir für heute extra motiviert", meinte Pogacar in Lüttich. Und vielleicht war sein Team dadurch einfach etwas frischer als die Konkurrenz.
Ab der Côte de la Roche-aux-Faucons nämlich übernahm UAE Emirates das Kommando. Davide Formolo erhöhte das Tempo und sorgte so für die ersten Lücken zwischen den Favoriten. Michael Woods (Israel Start-Up Nation) attackierte kurz vor der Kuppe und initiierte so das entscheidende Quintett um Pogacar.
Als dessen Landsmann Primoz Roglic (Jumbo – Visma) im Ausläufer des letzten Anstiegs des Tages einen letzten Versuch unternahm, um mit seiner Gruppe Anschluss an die Spitze zu finden, klebten Formolo und Marc Hirschi (UAE – Emirates) an seinem Hinterrad. Der Schweizer Vorjahreszweite setzte sich in der Abfahrt zum Ziel noch aus jener Gruppe ab und rundete als Sechste den perfekten Tag ab.
Der 28-jährige Formolo, vor zwei Jahren selber Zweiter bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und diesmal auf Rang 16 gewertet, meldete sich am Abend noch auf Twitter zu Wort. “Ich könnte nicht glücklicher sein! Du gewinnst Lüttich-Bastogne-Lüttich“, schrieb er an Pogacar gerichtet. Der reagierte mit den Worten: “Wir haben gewonnen, Davide, wir haben gewonnen!! Danke!."
Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es aber doch. David de la Cruz (UAE – Emirates) schied nach einem Sturz in der Anfangsphase aus. "Er hat sich eine gebrochene Rippe zugezogen, das macht einen Start bei der Tour de Romandie nächste Woche unmöglich“, teilte UAE – Emirates auf Twitter mit.
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