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07.10.2020 | (rsn) - Zweiter der Etappe, Bester des Favoritenfelds und rein in die Top 10 - besser hätte diese 5. Etappe der 103. Italien-Rundfahrt für Patrick Konrad (Bora - hansgrohe) kaum laufen können. "Rafa (Rafael Majka) und ich waren den ganzen Tag gut vom Team geschützt. Am letzten Berg waren wir gut positioniert und konnten uns voll auf die Abfahrt konzentrieren. Und dann konnte ich noch auf den zweiten Platz sprinten", fasste der Österreicher zufrieden die wichtigsten Ereignisse des Tages zusammen.
Konrad scheint für den Giro perfekt in Form. Vergessen ist auch der verhagelte Start, als Bora - hansgrohe sich in der Windlotterie des Zeitfahrens verkalkulierte und Konrad mehr als eine Minute auf Geraint Thomas (Ineos Grenadiers), den Besten der Favoriten, und Majka sogar anderthalb Minuten verlor. Bereits am Ätna schien aber wieder die Sonne fürs Team. Majka kam mit der Favoritengruppe ins Ziel, Konrad steckte eine halbe Minute dahinter. Thomas hingegen verlor nach Sturz 12 Minuten und auch Simon Yates (Mitchelton - Scott) musste Federn lassen. Die beiden Briten hatten nach dem Zeitfahren schon wie sichere Podiumskandidaten für Mailand ausgesehen.
Jetzt aber ist bei diesem Giro der scharfen Wendungen das Bora-Duo auf dem Vormarsch. Konrad kletterte am Mittwoch dank der Zeitgutschrift von Platz zwölf auf neun der Gesamtwertung, Majka verbesserte sich von elf auf zehn. Sie bilden aktuell die beste Doppelspitze im gesamten Giro-Peloton.
Die Arbeitsteilung zwischen beiden beschrieb Konrad gegenüber radsport-news.com so: "Rafa versucht so schnell wie möglich den Berg herauf zu fahren und ich versuche so schnell wie möglich heraufzufahren. Dann sehen wir, was möglich ist. Wir sind natürlich in einer guten Position. Wir können uns abwechseln. Ich kann mal einen guten Move für ihn machen und er für mich. Auch bei den Angriffen der anderen können wir uns abwechseln."
Konrad und Majka gleichberechtigte Doppelspitze
Das deckt sich auffallend genau mit den Vorstellungen, die das Team von der Doppelspitze hat. "Beide sind gleichberechtigt hier, und wir wollen beide stabil in den Top 10 halten", meinte Jens Zemke, sportlicher Leiter von Bora hansgrohe, zu radsport-news.com. Erst wenn einer der Beiden einbrechen sollte, werden die Karten neu gemischt. Vom Podium für den mittlerweile 31jährigen Polen oder den drei Jahre jüngeren Österreicher will zwar noch niemand offen reden.
Aber die Aussichten sind gut wie selten. Der Favoritenkreis ist überschaubar. Formstärker als die beiden scheint derzeit nur Altmeister Vincenzo Nibali (Trek - Segafredo). Die unbekannte Größe ist der aktuelle Gesamtführende Joao Almeida (Deceuninck - Quick-Step). All die anderen, ob es sich um Jumbo Visma-Kapitän Steven Kruijswijk handelt, den nach Verletzungspech wieder zurückgekehrten Wilco Kelderman (Sunweb) oder den alten Dänen Jakob Fuglsang (Astana) - all sie scheinen auf einem Niveau mit dem Bora-Duo.
Voreilige Triumphgesänge mag Konrad dennoch nicht anstimmen. "Die dritte Giro-Woche wird brutal. Da kann man schneller zehn Minuten bekommen als jetzt drei herausfahren", meinte er zu radsport-news.com. Deshalb hat er auch weiter den Briten Yates auf der Rechnung.
Den Faden von 2018 wieder aufgenommen
Konrad ist vorsichtig, zu Recht natürlich. Er kann sich aber auch ausrechnen, dass seine Chancen, sich auszuzeichnen, von Saison zu Saison abnehmen. Er ist jetzt in dem Radsport-Alter, in dem der Talent-Bonus ausläuft. Die Zeit zu liefern ist für ihn angebrochen. Und hinter ihm drängen die Jahrgänge 1997 und 98, die Bernal und Sivakov, die Pogacar und Sosa, Vlasov und Almeida.
Dieser Giro d'Italia ist die optimale Gelegenheit für ihn, sich einen neuen Stellenwert als Rundfahrer zu erarbeiten. Vor zwei Jahren schien er schon da, wurde Siebter beim Giro. Die Tour de France im Folgejahr, die er als Co-Kapitän mit dem Ravensburger Emanuel Buchmann begann, verlief für ihn wegen gesundheitlicher Probleme aber enttäuschend. In dieser Saison machten ihm auch seine Landsleute Gregor Mühlberger und Felix Großschartner die Rolle als Top-Österreicher bei Bora - hansgrohe streitig. Jetzt aber scheint er wieder dem Faden seiner guten 2018er Saison aufnehmen zu können.
Den Job jetzt kann er auch verhältnismäßig angstfrei angehen. Das Corona-Risiko raubt ihm jedenfalls nicht den Regerationsschlaf. "Wir haben uns ja inzwischen daran gewöhnt. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es klappen kann, die Infektionen fern vom Peloton zu halten. Die Regeln funktionieren. Man muss sich nur weiter daran halten. Die erste Angst ist jetzt weg", meinte er.
Entgegenkommen dürfte der Rundfahrt-Blase, dass ab Donnerstag in Italien auch Maskenpflicht ausgerufen wurde. Wer die Maske nicht trägt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. So gesehen wird der Giro d'Italia gerade sicherer.
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