Erstes Saisonrennen, erster Sieg!

Venturelli mit den schnellsten Beinen bei Clasica de Almeria

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Venturelli mit den schnellsten Beinen bei Clasica de Almeria"
Erster Saisonsieg für Frederica Venturelli (UAE - ADQ)| Foto: Cor Vos

22.02.2026  |  (rsn) – Die Italienerin Frederica Venturelli (UAE – ADQ) hat die 4. Auflage der Clasica de Almeria (1.Pro) gewonnen und damit Vorjahressiegerin Ally Wollaston (FDJ United – Suez) entthront. Im Finale bergauf nach Tabernas hatte die 21-Jährige die schnellsten Beine und distanzierte im Sprint aus einer sechsköpfigen Gruppe Arlenis Sierra vom Team Movistar auf Platz zwei. Den verbleibenden Platz auf dem Podium nahm die Schweizerin Jasmin Liechti (Nexetis) ein.

Für die junge Venturelli war es in ihrem ersten Jahr im WorldTeam von UAE – ADQ bereits der dritte Sieg in einem Profirennen. Zuvor hatte sie schon im Jahr 2024 zwei Etappen des Giro Mediterraneo Rosa (2.2) gewonnen. Ursprünglich war die U23-Europameisterin Paula Blasi als Kapitänin des Teams aus den Emiraten ins Rennen gegangen. Diese hatte aber bei einer Aufholjagd auf eine siebenköpfige Spitzengruppe, die über weite Strecken das Rennen dominierte, zu viele Körner liegen lassen. Die Spanierin hatte zu Jahresbeginn die Bergwertung der Tour Down Under (2.WWT) gewonnen und wurde am Ende Tagesfünfte.

Keine besonderen Vorkommnisse nach 25 Rennkilometern – so könnte man die Startphase der diesjährigen Clasica de Almeria kurz und bündig zusammenfassen. Danach konnte sich eine siebenköpfige Spitzengruppe mit einem zwischenzeitlichen Vorsprung von 4:10 Minuten absetzten, in der aber zunächst keine Fahrerin der favorisierten drei WorldTeams vertreten war. Aus der Führungsgruppe entschied dann Nina Kessler (Nexetis) die erste Bergwertung des Tages für sich ehe innerhalb der nächsten zehn Kilometer zwei weitere kategorisierte Anstiege folgen sollten.

Auch diese überquerte das Septett noch gemeinsam, sah sich zu diesem Zeitpunkt aber schon der Verfolgung durch das Team UAE – ADQ ausgesetzt, das den komfortablen Vorsprung der Leaderinnen Sekunde um Sekunde schmelzen ließ. Allen voran Blasi schien noch vor dem finalen Anstieg die Lücke schließen zu wollen und begab sich mit Talia Appleton (Liv – AlUla – Jayco Continental) am Hinterrad auf die unmittelbare Aufholjagd.

Früher als erwartet war es dann schon 32 Kilometer vor dem Ziel um die Ausreißerinnen geschehen. Blasi und Appleton konnten aufschließen, so dass die Entscheidung am Schlussanstieg fallen musste. Hier konnte sich zunächst etwas überraschend Agua Marina Espínola (Team Abadie Magnan) von ihren Begleiterinnen lösen und einen Abstand von 59 Sekunden herausfahren. Was wie eine mögliche Vorentscheidung aussah, war jedoch drei Kilometer vor dem Ziel schon wieder Geschichte, als die Frau aus Paraguay gestellt wurde.

Venturelli, Bahn-Weltmeisterin der Junioren in der Einerverfolgung von 2022, erwies sich am Ende 118 Rennkilometer als diejenige mit dem besten Stehvermögen.

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