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08.07.2019 | (rsn) - Auf der heutigen 3. Etappe der Tour de France werden die Sprinter leiden. Im Finale des 215 Kilometer langen Teilstücks von Binche nach Épernay warten mit der Côte de Nanteuil la Forêt (km 173) , der Côte d’Hautvillers (km 185,5), der Côte de Champillon (km 190) sowie der Côte de Mutigny (km 199) gleich vier kategorisierte Anstiege, die zu späten Attacken einladen. Dabei geht es auch noch auf schmalen Landstraßen durch die Weinberge der Champagne, was die Angelegenheit für die Sprintermannschaften noch schwerer machen dürfte.
“Man muss zeitig versuchen, in eine gute Position zu kommen und diese Position auf den schmalen Straßen zu halten, dabei ist die ganze Mannschaft gefordert. Wenn man da zu weit hinten ist, hat man keine Chance, nach vorn zu kommen und geht große Gefahr ein, Zeit zu verlieren“, sagte Bora-Sportdirektor Enrico Poitschke am Start in Binche zu radsport-news.
Dabei zeigte sich der 49-Jährige optimistisch, dass dies seiner Mannschaft gelingen wird. “Wir sind dafür sehr gut aufgestellt und sind zuversichtlich, dass die Jungs das gut umsetzen können.“ Profitieren soll davon natürlich Peter Sagan, der auf dem anspruchsvollen und technischen Finale seinen zwölften Tour-Etappensieg unter Fach und Dach bringen will. “Peter fühlt sich sehr gut und heute das ist eine Ankunft für ihn, wir werden alles probieren, ihn in eine gute Position ins Finale zu bringen“, kündigte Poitschke an.
Aldag: "Wir werden zocken"
Während Bora - hansgrohe alles auf den sechsmaligen Gewinner des Grünen Trikots setzt, hat das südafrikanische Team Dimension Data zwei Karten, die es spielen will. “Wir versuchen, mit Giacomo Nizzolo und Edvald Boasson Hagen eine Doppeltaktik zu fahren, wobei wir schauen müssen, ob Nizzolo über den ersten Berg mit rüberkommt, wenn nicht, schalten wir sofort auf Boasson Hagen um“, sagte Teamchef Rolf Aldag zu radsport-news.com.
Dabei scheinen die Chancen für den Norweger besser zu stehen, denn Nizzolo, Vierter beim Auftakt in Brüssel, ist eher ein Mann für die Massensprints - und den erwartet Aldag heute nicht. “Ich glaube, dass die Teams von Sagan, Matthews und Van Avermaet versuchen werden zu attackieren“, prognostizierte der 50-Jährige. “Wir werden zocken und schauen, was passiert. Wenn Sagan & Co. wegfahren, dann sind sie weg, wenn sie wieder zurückkommen, haben wir eine gute Chance mit Boasson Hagen im Bergaufsprint“, meinte er.
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