15 Tage nach Gehirnerschütterung bei Paris-Nizza

Matthews will in Katalonien nur trainieren und holt einen Sieg

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Michael Matthews (Sunweb) freut sich über seinen Sieg auf der 2. Etappe de Katalonien-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

27.03.2019  |  (rsn) - Nachdem es in der noch jungen Saison für Michael Matthews und sein Sunweb-Team noch nicht so recht nach Wunsch lief, bescherte der Australier dem deutschen Rennstall am Dienstag den ersten Sieg in einem WorldTour-Rennen 2019. Matthews gewann die 2. Etappe der Katalonien-Rundfahrt nach 166,7 Kilometern von Mataró nach Sant Feliu de Guixols auf der dortigen ansteigenden Zielgeraden im Sprint vor Weltmeister Alejandro Valverde (Movistar) - und zeigte sich danach von sich selbst überrascht.

"Ich bin ja hierher gekommen, um ein bisschen zu trainieren, aber jetzt haben wir einen Sieg“, freute sich der 28-Jährige nach seinem Coup, den er nur 15 Tage nach seinem schlimmen Sturz zum Auftakt von Paris-Nizza holte, bei dem er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Davon erholte sich Matthews überraschend schnell, wurde am Samstag Zwölfter bei Mailand-Sanremo und belegte bereits auf der 1. Etappe in Katalonien den vierten Platz, ehe er das erste Erfolgserlebnis dieses Jahres folgen ließ.

“Nach meinem Pech bei Paris-Nizza ist es großartig, mit einem Sieg zurückzukehren“, sagte er am Dienstag im Ziel, das er nach einem lang gezogenen Sprint mit deutlichem Vorsprung auf Valverde erreichte. "Ich habe unter meinem Arm durchgeschaut, habe gesehen, dass Valverde zu kämpfen hatte und das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, bis zur Ziellinie durchzuziehen.“

Matthews belohnte aber nicht nur sich selbst, sondern vollendete auch die Vorarbeit seiner Teamkollegen, die nicht nur maßgeblich dafür verantwortlich waren, dass die Ausreißer des Tages frühzeitig gestellt wurden, sondern die ihren Kapitän im Finale auch perfekt positionierten.

"Wir haben von Anfang an die Initiative ergriffen, um an vorne zu bleiben, weil wir wussten, dass es eine gute Etappe für mich war, um auf Sieg zu fahren“, sagte er.

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