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15.01.2019 | (rsn) - Nachdem er im vergangenen Jahr als Gesamtzweiter der Vuelta a Espana für Furore sorgte, wird Enric Mas (Deceuninck - Quick-Step) in dieser Saison bei der Tour de France sein Debüt geben und dabei mit um das Gelbe Trikot kämpfen. "Ich möchte es gewinnen", sagte der 24-jährige Spanier bei der Teampräsentation im spanischen Calpe, um dann aber etwas einschränkend anzufügen: "Ich gehe dorthin, um das Rennen kennenzulernen. Ich war noch nie dort, also schauen wir mal, was passiert."
Nach seinem überragenden Vuelta-Auftritt in seiner Heimat bereits als nächster Contador gehandelt, möchte Mas von diesen Vergleichen allerdings nicht viel wissen. "Ich nehme das einfach nur als Witz“, sagte er und fügte an: “Der Druck, unter den ich mich selbst setze, ist der größtmögliche.“
Bei der Tour wird Deceuninck - Quick-Step dem Jungstar keine Helfer zur Verfügung stellen, wie Team-Manager Patrick in Calpe rundheraus bekannte. Als Nachteil für Mas sieht das der clevere Belgier allerdings nicht. "Wir müssen ihm dieses Jahr nicht helfen. Sky und Movistar werden helfen. Sie kontrollieren das Rennen, wir bleiben am Hinterrad. Wenn die Beine da sind, um sie zu schlagen, dann schlägt man sie“, sagte Lefevere, der mit Sprinter Elia Viviani, Julian Alaphilippe - 2018 zweimaliger Etappensieger und Gewinner des Bergtrikots - sowie Routinier Philippe Gilbert wohl gleich drei Siegfahrer nach Frankreich schicken wird.
Zudem mangelt es dem mit Klassikerspezialisten gespickten Team an Kletterspezialisten. Daran könnte sich etwas ändern, sollte Mas seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern, wie Lefevere betonte: “ "Wenn er bis 2021 bei mir bleibt, werde ich versuchen, die Fahrer zu gewinnen, die er verdient.“
Mas selber scheint zu wissen, was er an seinem aktuellen Arbeitgeber hat und blieb dem Team treu, als Lefevere im vergangenen Jahr um Sponsoren kämpfte und Fernando Gaviria (zum UAE Team Emirates) sowie Jhonatan Narváez (Sky) vorzeitig Quick-Step verließen. "Ich hatte einen Vertrag mit ihnen. Es kamen andere Angebote herein, aber wenn man einen Vertrag hat“, sagte er in Calpe und gab damit indirekt zu, dass auch im Radsport Verträge mittlerweile nicht mehr allzuviel zu bedeuten haben. “Sie haben mir die Gelegenheit gegeben und ich möchte dem gerecht werden."
Zudem wäre seine Rolle in einem Team voller Rundfahrtspezialisten eine ganz andere gewesen, wie er anmerkte: "Wäre ich zu Sky oder Movistar gegangen, hätte ich nicht diesen Status gehabt. Es gibt eine Menge Leute weiter oben in der Hackordnung. Ich wäre vielleicht nicht einmal eine GrandTour gefahren. In diesem Team konnte ich schon zwei absolvieren und bei einer von ihnen auf dem Podium landen."
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