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05.06.2018 | (rsn) - Nach seinem Sturz im Prolog zum 70. Critérium du Dauphiné konnte Geraint Thomas (Sky) am gestrigen Montag auf der 1. Etappe im übertragenen Sinn durchatmen. Der Waliser, einer der erklärten Top-Favoriten auf den Gesamtsieg der Tour-Generalprobe, trat zwar mit bandagiertem linken Ellenbogen und deutlich sichtbaren Hautabschürfungen an beiden Knien an, hatte aber auf den 179 Kilometern von Valence nach Saint-Just-Saint Robert keine Probleme, mit der ersten Gruppe ins Ziel zu kommen und sich trotz des frühen Rückschlags am Sonntag alle Chancen auf das Gelbe Trikot zu wahren, das sein Teamkollege Michal Kwiatkowski derzeit trägt.
"Ich hatte schon viel Schlimmeres. Sobald du in Bewegung bist, ist es in Ordnung. Ich bin nur steif und wund oder was auch immer - das Übliche halt ", sagte Thomas im Ziel vor dem Sky-Bus in Saint-Just-Saint-Rambert zu seinen Verletzungen.
Im Prolog war der 32-Jährige nach rund drei Kilometern in einer Kurve weggerutscht und in die Streckenbegrenzung gerutscht. Thomas war zwar relativ schnell wieder auf dem Rad, der Sturz dürfte ihn aber mindestens 20 Sekunden gekostet haben - und im Ziel war er genau 21 von Kwiatkowskis Bestzeit entfernt. Dabei war der Allrounder aber immer noch schneller als Klassementkonkurrenten wie Romain Bardet (AG2R/+0:23) oder Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida/+0:24).
Wie der gestrige Tag zeigte, beeinträchtigen die Blessuren sein Leistungsvermögen ganz offensichtlich nicht - oder nur unwesentlich. Vor allem an der Côte du Barrage de Grangent, dem 1,3 Kilometer langen letzten Anstieg des Tages, hatte er keine Probleme, seinen Platz im Feld, das am Ende auf 65 Fahrer ausgedünnt war, zu behaupten.
"Ich habe irgendwie versucht, [im Aufstieg] dranzubleiben - einfach tief zu gehen und zu schauen, wo ich dann oben bin. Wir hatten eine kleine Lücke, aber ich wollte in der Abfahrt nichts riskieren. Wenn jemand anders das getan hätte, dann hätte ich versucht mitzugehen“, sagte Thomas und resümierte: "Alles in allem war es ein guter Tag."
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