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25.03.2016 | (rsn) – Alberto Contador (Tinkoff) hat bei der 96. Katalonien-Rundfahrt im Kampf um das Weiße Trikot noch nicht aufgesteckt. Der Spanier verkürzte auf der 5. Etappe über 187 Kilometer von Rialp nach Valls als Dritter des ersten Zwischensprints seinen Rückstand gegenüber dem Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar) um eine auf nunmehr sieben Sekunden.
„Bei Alberto muss man mit allem rechnen und ständig auf der Hut sein. Das heute war wohl die schwierigste Etappe, weil das Finale alles andere als einfach war“, sagte Quintana nach dem Rennen.
Den Tagessieg sicherte sich nach einer erfolgreichen Flucht Wout Poels (Sky). Der Niederländer löste sich am letzten Berg des Tages rund 15 Kilometer vor dem Ziel aus einer achtköpfigen Spitzengruppe und erreichte als Solist elf Sekunden vor den ersten Verfolgern das Ziel. Rang zwei ging an den Italiener Dario Cataldo (Astana), der sich im Sprint vor dem Belgier Gaetan Bille (Wanty - Groupe Gobert) und dem Weißrussen Kanstantsin Siutsou (Dimension Data) durchsetzte.
“Ich kannte den Anstieg vom vergangenen Jahr und wusste, dass er nicht zu schwer war. Es war meine einzige Chance, hier zu attackieren“, kommentierte Poels im Ziel seinen Ausreißer-Coup, an dessen Zustandekommen er im Finale nochmals zweifelte. „Auf den letzten zwei Kilometern bin ich etwas nervös geworden, als es alles wieder näher zusammen kam, aber die vielen Kurven kamen mir zugute, das war besser als die langen geraden Straßen unmittelbar zuvor.“
Mit seinem vierten Saisonerfolg konnte Poels sein Team etwas über die bisher enttäuschend verlaufene Katalonien-Rundfahrt hinwegtrösten. Kapitän Chris Froome hat als Gesamtachter 46 Sekunden hinter Quintana keine Chance mehr auf den Gesamtsieg. Paris-Nizza-Gewinner Geraint Thomas, im Gesamtklassement weit abgeschlagen, konnte aufgrund einer Erkältung nicht mehr zur heutigen Etappe antreten.
In der Gesamtwertung konnte auch der Ire Daniel Martin (Etixx-Quick-Step) etwas Boden gut machen. Der Katalonien-Sieger von 2013 entschied nämlich den ersten Zwischensprint im unteren Teil des ersten von zwei kategorisierten Anstiegen des Tages aus dem Feld heraus für sich und verkürzte seinen Rückstand auf Quintana um drei auf nunmehr 21 Sekunden. Vor ihm liegt Titelverteidiger Richie Porte (BMC/+0:17) auf der dritten Position.
Erst danach konnte sich bei Rennkilometer 70 die Ausreißergruppe lösen, die schließlich den Etappensieg unter sich ausmachte. Zunächst mit dabei war auch Thomas De Gendt (Lotto Soudal) – doch der Gewinner der gestrigen Königsetappe ließ sich wieder ins Feld zurückfallen, nachdem er sich an der Bergwertung der 2. Kategorie das Maximum von zehn Zählern gesichert hatte. Der Belgier hat nun beste Chance, zum zweiten Mal in Folge das Bergtrikot mit nach Hause zu nehmen.
Poels, Cataldo, Bille, Tosh Van Der Sande (Lotto Soudal), Siutsou, Carlos Verano (Etixx-Quick-Step), Jan Polanc (Lampre-Merida) und Frederik Veuchelen (Wanty-Groupe Gobert) zogen dagegen durch und kamen auf mehr als vier Minuten weg. Aber da im Feld zahlreiche Teams an einem Zusammenschluss interessiert waren, schrumpfte der Vorsprung der Spitze schnell wieder zusammen.
Als der Abstand nur noch 1:30 betrug, zog Poels am Fuß des Alt de Lilla (2. Kat.) unwiderstehlich davon und fuhr einen souveränen Solosieg ein. Hinter dem Gewinner der diesjährigen Valencia-Rundfahrt hatten sich Cataldo, Bille und Siutsou als die ersten Verfolger etabliert, wogegen der Rest der Gruppe noch vom Feld gestellt wurde, das wiederum nach Tempoverschärfungen unter anderem von Romain Bardet (Ag2R) im Ziel auf gut 50 Fahrer geschrumpft war und 33 Sekunden nach Poels ankam. Die Favoriten gaben sich allerdings keine Blöße mehr, so dass es an der Spitze der Gesamtwertung zu keinen Verschiebungen kam.
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