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15.06.2015 | (rsn) – Peter Sagan und sein Tinkoff-Saxo-Team haben auf der verkürzten 3. Etappe der Tour de Suisse Maßarbeit geleistet. Der Slowakische Meister setzte sich nach perfekter Vorbereitung seiner Mannschaftskollegen am Montag über 117,3 Kilometer von Quinto nach Olivone auf enger und verwinkelter Straße im Sprint einer rund 30-köpfigen Spitzengruppe vor dem Spanier Daniel Moreno (Katusha) und dem Franzosen Thibaut Pinot (FDJ) durch.
„Das war ein sehr kurvenreiches Finish. Ich musste ein paar Risiken eingehen, um vorne zu bleiben und es bis zum Ziel durchzuziehen, aber ich habs geschafft“, freute sich Sagan im Ziel. „Ich bin sehr glücklich über den Sieg und darüber, wie meine Teamkollegen für mich gefahren sind. Die Mannschaft hat einen tollen Job gemacht und Majka hat mir sehr in den letzten beiden Bergen geholfen“, lobte der 25-Jährige seinen polnischen Edelhelfer, der all seine Kletterqualitäten ausgespielt hatte.
Angesichts seines zehnten Etappensiegs bei einer Schweiz-Rundfahrt - damit zog er übrigens mit Fabian Cancellara gleich - konnte es Sagan leicht verschmerzen, dass es nicht auch zum Gelben Trikot reichte. Das verteidigte erneut mit großer Souveränität Tom Dumoulin (Giant-Alpecin), der als Fünfter hinter dem Kolumbianer Julian Arredondo (Trek) ins Ziel kam und nun im Gesamtklassement je fünf Sekunden vor Moreno und Sagan liegt.
„Es war heute definitiv nicht einfach, das Trikot zu verteidigen“, erklärte der Niederländische Zeitfahrmeister, der sich immer mehr zu einem erstklassigen Rundfahrtspezialisten zu entwickeln scheint, und der heute genau wie seine Helfer nicht an die Grenze gehen musste.
„Ich hatte noch Warren Barguil an meiner Seite, aber er musste nichts machen, weil Tinkoff-Saxo ein Sprintfinale wollte und deshalb für Tempo gesorgt hat. Das bedeutete, dass wir keine Lücken schließen mussten und unsere Kraft für die kommenden Tage sparen konnten“, freute sich Dumoulin, der aber morgen mit einem Führungswechsel rechnet. „Mit der Zeitgutschrift in Schwarzenbach wird Sagan die Gesamtführung übernehmen“, sagte er voraus. Der ließ sich jedoch keine Prognose zu einem weiteren Etappensieg entlocken: „Ich nehme jeden Tag, wie er kommt.“
In der Spitzengruppe kamen auch fast alle weitere großen Namen wie Geraint Thomas (Sky/5.), Jakob Fuglsang (Astana(7.), Sergio Luis Henao (Sky/9.), Simon Spilak (Katusha), Robert Gesink (LottoNL-Jumbo) oder Domenico Pozzovivo (Ag2R) an. Auch die Schweizer Hoffnungen Sébastien Reichenbach (IAM/16.) und Steve Morabito (FDJ) hielten sich schadlos, ebenso überzeugten die beiden Luxemburger Bob Jungels und Fränk Schleck (beide Trek), die ebenfalls keine Zeit einbüßten. Dagegen enttäuschte Weltmeister Michal Kwiatkowski (Etixx-Quick-Step) erneut und verlor bereits im zweitletzten Berg des Tages den Anschluss.
Im Gesamtklassement bleibt die Angelegenheit weiter spannend, denn die ersten elf sind hier nur durch 19 Sekunden getrennt, Morabito bleibt auf Rang sieben (+0:15) bester heimischer Fahrer, vier Sekunden und zwei Plätze hinter ihm folgt Jungels auf Position neun.
Am dritten Tag der Schweiz-Rundfahrt blieb für die 151 Starter keine Zeit zum Einrollen. Schon kurz nach dem Start in Quinto – die Etappe musste wegen Erdrutschen um insgesamt 57,3 Kilometer verkürzt werden - ging es in den 13 Kilometern langen Anstieg hinauf zum Gotthardpass, den der Österreicher Stefan Denifl (IAM) und der Belgier Marco Marcato (Wanty-Groupe Gobert) zum Anlass nahmen, um sich mit einer frühen Attacke vom Feld abzusetzen. Dagegen hielten alle Favoriten die Beine still und schlugen unter bewölktem Himmel, aber auf trockenen Straßen ein gleichmäßiges Tempo ein.
Denifl sicherte sich in 2.093 Metern Höhe den Bergpreis der Ehrenkategorie vor Marcato und dem Weißrussen Branislau Samoilau (CCC Sprandi), der 50 Sekunden hinter dem IAM-Profi den Gipfel überquerte und kurz darauf aus dem Spitzenduo ein Trio machte.
Mit 3:20 Minuten Rückstand stürzte sich das Feld in die 40 Kilometer lange Abfahrt. Hier bauten die Ausreißer ihren Vorsprung gegenüber den von Giant-Alpecin angeführten Verfolgern auf fast sechs Minuten aus, wodurch Samoilau, der im Gesamtklassement bestplatzierte des Spitzenrios, im virtuellen Gelben Trikot unterwegs war.
Da lange Zeit kein anderes Team Giant-Alpecin zur Seite stand, konnten sich die Ausreißer Hoffnungen auf einen Coup machen – bis 35 Kilometer vor dem Ziel Sagan seine Helfer nach vorn schickte.
Die erhöhten das Tempo schlagartig derart, dass der Abstand innerhalb von nur zehn Kilometern um die Hälfte auf nur noch drei Minuten schrumpfte.
Auch Orica-GreenEdge beteiligte sich kurz darauf in Gestalt des Zeitfahrspezialisten Svein Tuft an der Verfolgung, so dass der Rückstand am Fuß des zweiten Berges des Tages des Tages nach Leontica 19 Kilometer vor dem Ziel auf noch gerade mal 1:40 Minuten gesunken war.
Schon auf den ersten Metern des 4,9 Kilometer langen und sieben Prozent steilen Anstiegs verlor Marcato den Kontakt zu seinen Begleitern, die sich vergeblich gegen das Feld wehrten, in dem nun Tinkoff-Saxo, Katusha, LottoNL und Sky ihre Kapitäne positionierten. Immer mehr Fahrer, darunter auch Kwiatkowksi, konnten bei einsetzendem Regen nicht mehr folgen.
Das Spitzenduo erreichte aber noch knapp vor dem Feld die Bergwertung, an der sich erneut Denifl die Maximalpunktzahl sicherte und damit auch das Bergtrikot vom Slowenen Luka Pibernik (Lampre-Merida) übernahm.
In die gefährliche, weil mit einigen Spitzkehren versehene Abfahrt nahmen die Ausreißer nur noch 30 Sekunden Vorsprung mit, den sie allerdings schnell einbüßten, als Michael Albasini (Orica-GreenEdge) in die Offensive ging.
Gemeinsam mit dem Belgier Jan Bakelants (Ag2R) bildete der erfahrene Schweizer in der Anfahrt zum Anstieg nach Via Cantonale (3,2km, 6.8%) im strömenden Regen ein neues Spitzenduo, auf das nun wieder Tinkoff-Saxo Jagd machte.
Dabei tat sich vor allem Rafal Majka hervor, der fast im Alleingang nicht nur diese Attacke, sondern auch folgende Angriffe von Sergio Henao (Sky), nochmals Albasini sowie Jerome Coppel (IAM) und Esteban Chaves (Orica-GreenEdge) vereitelte. Im extrem verwinkelten Finale spielte Sagan dann seine technischen Fähigkeiten aus, ließ in einem wilden Sprint Moreno und Arredondo hinter sich und konnte seinen fünften Sieg in diesem Jahr bejubeln.
Von einer solchen Bilanz ist Denifl, der nach langer Verletzungspause in der Schweiz erst sein zweites Rennen dieser Saison bestreitet, zwar noch ein ganzes Stück entfernt. Doch von Enttäuschung war beim 27-Jährigen nichts zu spüren. „Andere Teams hatten den Etappensieg vor Augen und deshalb ein Interesse daran, dass wir wieder gestellt wurden. Mit der Übernahme des Bergtrikots erreichte ich aber ein großes Ziel", so Denifl im Ziel.
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