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10.02.2015 | (rsn) – Seine ersten Rennen dieses Jahres hat sich Nikias Arndt anders vorgestellt. Nach zwei Etappen der Katar-Rundfahrt stehen der 23-Jährige und seine Kollegen vom Giant-Alpecin-Team noch mit leeren Händen da. „Es ist sicher nicht der beste Saisonstart“, gab Arndt im Gespräch mit radsport-news.com zu.
Dabei kann sich der junge Sprinter kaum Vorwürfe machen, war er doch am Montag der letzte Fahrer seines Teams, der sich auf dem 187,5 Kilometer langen und im High-Speed-Tempo absolvierten Teilstück bis ins Finale hinein in der ersten Gruppe behaupten konnte. „Aber alleine ist es in so einer Gruppe megaschwer, sich immer wieder reinzukämpfen. Niemand will einen reinlassen und man muss ständig die Ellbogen ausfahren. Es hat lange gut geklappt und die Power war da“, berichtete Arndt, dem letztlich eine Rechtskurve zum Verhängnis wurde, aus der heraus er sich weiter nach vorne kämpfen wollte.
Im Positionskampf gelang es ihm dann nicht mehr, sich wieder in der Gruppe einzureihen. „Und sobald man das nicht schafft, ist man weg. Da kam ich einmal in den Wind und bin weggeflogen. Das war ärgerlich, weil es nur noch zwölf oder 13 Kilometer zum Ziel waren“, berichtete der Hamburger, dem sich nach dem heute anstehenden Zeitfahren aber noch dreimal die Möglichkeit bietet, es besser zu machen. „Die Beine sind da, jetzt brauche ich in den nächsten Tagen noch etwas Glück, und vielleicht springt dann auch ein Ergebnis für mich heraus“, so Arndt zuversichtlich.
Da er in der Gesamtwertung der Katar-Rundfahrt keine Rolle mehr spielt, war Arndt nach der gestrigen Etappe noch unentschieden, wie er das 10,9 Kilometer lange Zeitfahren von Lusail angehen sollte. „Es ist gut besetzt und ich kann meine Zeitfahrform noch nicht einschätzen. Deshalb wäre ein Top-20-Ergebnis auf jeden Fall gut. Ich will mir da nicht zu viel Druck machen“, sagte der deutsche Vizemeister im Kampf gegen die Uhr. Eine Entscheidung sollte erst am Morgen fallen, auch wenn Arndt anfügte: „Trotzdem bleibt es ein Test und es sollte nichts dagegensprechen, voll zu fahren.“
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