Rekordhalter nun Gesamtzweiter in Katar

Boonen: „Im Finale waren wir alle ein bisschen müde"

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Tom Boonen (Etixx - Quick-Step) hält in Katar diverse Rekorde. | Foto: Cor Vos

09.02.2015  |  (rsn) – Zwar ging das Etixx - Quick-Step-Team auf den in High Speed-Tempo absolvierten 2. Etappe der Katar-Rundfahrt leer aus, doch vor dem morgigen Zeitfahren liegen die beiden Kapitäne Tom Boonen und Niki Terpstra aussichtsreich im Gesamtklassement des sechstägigen Wüstenrennens.

Der viermalige Gesamtsieger Boonen, der nach 187,5 Kilometern von Al Wakra zum Strand von Al Khor im Sprint der 15-köpfigen Spitzengruppe Fünfter wurde, belegt nur eine Sekunde hinter dem Etappengewinner und neuen Spitzenreiter Alexander Kristoff (Katusha) Rang zwei. Titelverteidiger Terpstra wurde zeitgleich mit seinem belgischen Teamkollegen Elfter und rangiert in der Gesamtwertung acht Sekunden hinter dem Goldtrikot auf Position fünf.

„Das war ein langer, harter Tag und ein Rennen, das einem am Ende alles abverlangt hat, und ich denke, dass wir da alle ein bisschen müde waren“, so Boonen über einen Tag, an dem die die Fahrer einen Schnitt von mehr als 54 Kilometer in den ersten beiden Stunden zurücklegten. Mit dafür verantwortlich zeigte auch sein Team, das wieder einmal zu den aktivsten zählte und mit dafür sorgte, dass das Feld schließlich in mehrere Teile auseinander gerissen wurde.

Boonen gewann zudem noch den zweiten Zwischensprint, sicherte sich so drei Bonussekunden und konnte auch deshalb feststellen: „Die Situation war überhaupt nicht schlecht, wir hatten drei Mann in der entscheidenden Gruppe, die die Etappe unter sich ausmachten“, meinte der 34-Jährige, dem im Zielsprint - vielleicht auch in Folge seiner Attacken - die letzte Kraft fehlte, weshalb er im Sprint nichts mehr zuzusetzen hatte und schließlich auch nicht mehr in die Nähe der Bonussekunden kam. „Der Bursche, der noch ein bisschen mehr an Reserven hatte, hat gewonnen. Kristoff hat den Sieg heute verdient“, gab Boonen unumwunden zu.

Im morgigen Zeitfahren, das über 10, 9 Kilometer führt, kann er diese eine Sekunde gegenüber Kristoff wettmachen, zumal der Träger des Goldtrikots der deutlich schlechtere Zeitfahrer ist. Doch beste Chancen auf den Tagessieg und die Gesamtführung hat Terpstra, was auch Boonen so sah. „Ich werde morgen im Zeitfahren mein Bestes geben, auch wenn es mir nicht so liegt. Terpstra ist im Gesamtklassement auch nahe dran und ich denke, dass der Titelverteidiger auch in diesem Jahr ein Faktor sein kann“, sagte der Katar-Rekordhalter.

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