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07.12.2014 | (rsn) – Mit einem veränderten Programm startet André Greipel (Lotto-Soudal) in die Saison 2015. Nicht nur, dass der Deutsche Meister erstmals seit sieben Jahren nicht das Radsportjahr in Australien bei der Tour Down Under beginnen wird. Greipel hat sich in Absprache mit der Teamleitung auch dazu entschlossen „in europäischen Gefilden“ seine ersten Einsätze zu bestreiten, wie er bei der Streckenpräsentation in Nürnberg in Gespräch mit radsport-news.com ankündigte.
„Ich denke, dass ich bei der Mallorca-Rundfahrt ein, zwei Rennen bestreiten werde und danach mit der Algarve-Rundfahrt so richtig einsteigen werde“, so Greipel, der mit 16 Siegen im Jahr 2014 zwar der erfolgreichste Fahrer des Pelotons war, sich aber dennoch zu einer Programmänderung entschloss.
„Ich bin seit sieben Jahren von Januar bis Oktober Radrennen gefahren und habe gemerkt, dass es mir in manchen Rennen etwas an Frische gemangelt hat, und zwar nicht in den Beinen, sondern auch mental. Deshalb habe ich mein Team gebeten, dass ich dieses Jahr ein bisschen mehr Pause bekomme“, sagte der 32-Jährige, der angesichts seiner Erfolgsserie bei der Tour Down Under, wo er mit zwei Gesamt- und 16 Etappensiegen als Rekordhalter geführt wird, eingestand: „Es ist mir zwar schwer gefallen, auf Down Under zu verzichten, aber ich hoffe, dass es sich auszahlen wird.“
Damit meinte Greipel in erster Linie diverse Frühjahrsklassiker, bei denen er ganz vorne mitmischen will. „Mailand-San Remo ist jetzt für mich wieder ein klares Ziel“, so der gebürtige Rostocker, der wie andere Sprinter mit kritischem Blick die geplante Streckenänderung verfolgt hat, nun aber, da der Pompeiana-Anstieg doch nicht wie angekündigt ins Profil aufgenommen wurde, auch seine Chancen gestiegen sieht. „Es ist dieselbe Strecke wie in diesem Jahr, weshalb ich San Remo auf jeden Fall ins Auge gefasst habe“, so Greipel, der in diesem Jahr zwar mit der ersten Gruppe in San Remo ankam, aber wegen Krämpfen sich nicht an der Entscheidung keine Rolle spielte und Rang 24 belegte.
Aber nicht nur bei der „Primavera“, auch bei den danach folgenden Kopfsteinpflaster-Klassikern wie Gent-Wevelgem oder Paris-Roubaix will der Deutsche vorne mitmischen. „Paris-Roubaix ist ein Rennen, das ich immer wieder gerne fahre. Da möchte ich austesten, wie weit ich nach vorne kommen kann“, meinte er.
Im Mai wird sich Greipel zwischen dem Giro d’Italia und der Bayern-Rundfahrt entscheiden müssen. Ginge es nach dem zweimaligen Deutschen Meister, so wäre die Sache klar: „Ohne den Giro abwerten zu wollen – aber für mich als deutscher Rennfahrer ist Bayern natürlich eine schöne Rundfahrt und es wäre eine super Vorbereitung im Hinblick auf den Juli“, sagte er mit Blick auf die Tour de France.
Lotto-Soudal hat bereits eine Einladung des einzigen deutschen Mehretappenrennens vorliegen, wie Rundfahrtchef Ewald Strohmeier radsport-news.com bestätigte. Als Glücksfall könnte sich der um zwei Wochen nach vorn verlegte Termin (13. – 17. Mai) der 36. Bayern-Rundfahrt erweisen, die es Greipel ermöglichen würde, sowohl in Bayern als auch bei der Belgiern-Rundfahrt, dem Heimspiel seines Teams, Anfang Juni am Start zu stehen.
Zum Höhepunkt und wichtigsten Rennen der Saison 2015 hat er wieder die Tour de France erklärt, wo Greipel bei bisher jeder Teilnahme mindestens einen Etappensieg einfahren konnte. 2014 allerdings wurde das Team vom Pech verfolgt – das soll bei der 102. Auflage der Tour besser werden. „Ich wünsche mir, dass der Sprintzug komplett bei der Tour dabei sein wird und dass wir nicht schon nach der 4. Etappe einen wichtigen Mann verloren haben“, spielte er auf den frühen Ausfall seines Anfahrers Greg Henderson an.
Zwar hat Greipel bereits Anfang November wieder mit dem Training begonnen, doch konnte er zuvor nach seinem Sieg beim Münsterland-Giro am 3. Oktober einen Monat lang ausspannen. „Seit ich Profi bin, habe ich das erste Mal vier Wochen praktisch gar nichts gemacht. Das war sehr schön, auch wenn es danach umso schwerer fällt, wieder in den Trainingsalltag zurückzukehren“, sagte der Lotto-Kapitän. Doch aufgrund des veränderten frühen Rennprogramms kann er auch das Training ruhiger angehen lassen. „Es ist schön, im November und Dezember keinen Wert auf Sprints und Intervalle legen zu müssen, sondern einfach mal nur Rad zu fahren“, sagte er.
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