Nur Boonen im 21. Jhd. als Weltmeister erfolgreicher

Pogacar beendet ein weiteres Jahr der Superlative

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Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) feierte in der abgelaufenen Saison 20 Siege. | Foto: Cor Vos

31.12.2025  |  (rsn) – Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) war – mal wieder – der überragende Fahrer der Saison. Der Slowene gewann im Sommer zum vierten Mal die Tour de France und verteidigte im Herbst seinen WM-Titel mit einem seiner denkwürdigen Soloritte. Insgesamt feierte Pogacar im Kalenderjahr 2025 nicht weniger als 20 Siege, 19 davon im Regenbogentrikot – nur bei seinem WM-Triumph in Kigali war Pogacar den Regeln gemäß im slowenischen Nationaltrikot unterwegs.

Wie das Portal Wielerflits recherchiert hat, war in dieser Kategorie damit im 21. Jahrhundert nur ein Fahrer besser: Sprint- und Klassikerspezialist Tom Boonen gewann als Weltmeister von Madrid 2005 im darauf folgenden Jahr 21 Radrennen und damit zwei mehr als Pogacar, dessen Erfolge in der abgelaufenen Saison aber als deutlich hochwertiger einzuschätzen sind als die damaligen des Belgiers.

Während Boonen vor allem auf Etappen kleinerer Rundfahrten abräumte und seinen größten Sieg damals bei der Flandern-Rundfahrt feierte, weisen Pogacars Palmares 2025 mit Ausnahme von Tre Valli Varesine (1.Pro) ausnahmslos Rennen der höchsten Kategorie aus. Dazu gehörten etwa die drei Monumente Flandern-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Il Lombardia, das er sogar zum fünften Mal in Folge gewann.

Auf dem Weg zum vierten Tour-Sieg gelangen ihm zudem noch vier Etappenerfolge, außerdem sicherte Pogacar sich die Gesamtwertung aller drei Rundfahrten, zu denen er antrat: UAE Tour, Critérium du Dauphiné und eben der Tour. Und im Herbst holte er sich nach dem WM- auch noch – im Regenbogentrikot fahrend – den EM-Titel in souveräner Manier.

Ebenfalls bemerkenswert: Pogacar benötigte für seine 20 Saisonsiege lediglich 50 Renntage und damit 33 weniger als Boonen im Jahr 2006. Bei den Frühjahrsklassikern war sein schlechtestes Ergebnis ein dritter Rang bei Mailand-Sanremo, bis auf Platz 29 beim GP de Québec beendete er auch die Herbstklassiker, zu denen er antrat, sämtlich auf dem Podium.

Nichts spricht dagegen, dass Pogacar auch in der kommenden Saison die Konkurrenz nach Belieben dominieren wird - und auch nicht, dass er dann sogar mehr Siege im Regenbogentrikot wird einfahren können als Boonen vor dann 20 Jahren. 

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