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21.06.2014 | (rsn) - Tony Martin (Omega Pharma Quick Step) hat bei der Tour de Suisse an der Bergankunft in Verbier nich nur sein Gelbes Trikot verteidigt, sondern seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Niederländer Tom Dumoulin (Giant-Shimano) sogar auf 51 nunmehr Sekunden ausbauen können.
Den Tagessieg sicherte sich nach 219 Kilometern der 8. Etappe, die in Delémont gestartet wurde, der Kolumbianer Esteban Chaves (Orica-GreenEdge) als Solist mit jeweils drei Sekunden Vorsprung auf den Tschechen Roman Kreuziger (Tinkoff Saxo) und den Niederländer Bauke Mollema (Belkin).
Der 24-jährige Chavez attackierte etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel und hielt Kreuziger und Mollema auf Distanz. „Es lief sehr gut am Berg, es war sehr heiss, das bin ich gewohnt. Ich habe bis zum richtigen Moment mit meiner Attacke gewartet und ich bin sehr glücklich über diesen Sieg", jubelte der Kletterspezialist, der kürzlich bereits eine Etappe der Kalifornien-Rundfahrt gewinnen konnte.
Vierter wurde der Italiener Eros Capecchi (Movistar/+0:16). Martin kam zeitgleich hinter dem Kolumbianer Janier Acevedo (Garmin-Sharp/+0:17) und dem Iren Philip Deignan (Sky) auf Rang sieben ins Ziel. Achter wurde der Italiener Davide Formolo (Cannondale), gefolgt von Weltmeister Rui Costa (Lampre-Merida) aus Portugal und dem Schweizer Mathias Frank (IAM).
Martin lieferte eine souveräne Vorstellung ab, seinen Konkurrenten gelang es trotz allen Bemühens nicht, ihn abzuschütteln, so dass die Favoriten geschlossen ins Ziel kamen. „Ich war etwas überrascht, aber ich denke, wir sind alle schon etwas müde. Es ist aber noch nicht zu Ende, auch morgen kann es noch zu Attacken kommen", blickte der 29-jährige Martin voraus.
Titelverteidiger Costa geht mit 1:05 Minuten Rückstand auf Martin als Dritter der Gesamtwertung in die Schlussetappe, Frank als Vierter hat weiterhin 1:14 Rückstand. Mollema verbesserte sich bei 1:41 Rückstand auf Platz fünf, gefolgt von Formolo, der 1:47 hinter Martin liegt. Kreuziger nimmt Rang sieben (+1:50) ein, Acevedo ist mit 2:07 Rückstand Achter.
Björn Thurau (Europcar), der im Schlussanstieg lange mithielt, und fünf Kilometer vor dem Ziel sogar eine Attacke lancierte, verteidigte sein Bergtrikot. Peter Sagan (Cannondale) führt weiter die Punktewertung an. Lampre-Merida rückte auch Rang eins der Teamwertung vor.
Auf dem längsten Abschnitt der diesjährigen Tour de Suisse mussten die Fahrer insgesamt 2541 Höhenmeter bewältigen. Kurz dem Start formierte sich eine Spitzengruppe mit dem Spanier José Joaquin Rojas (Movistar), dem ehemaligen Deutschen Meister Christian Knees (Sky), den beiden Schweizern Danilo Wyss (BMC) und Gregory Rast (Trek), dem Franzosen Sébastien Minard (Ag2R), dem Australier Nathan Brown (Garmin-Sharp), dem Belgier Laurens de Vreese (Wanty-Groupe Gobert) und dem Polen Mateusz Taciak (CCC Polsat).
Die Ausreißer fuhren einen Vorsprung von über sechs Minuten heraus, ehe die Gruppe im durchschnittlich acht Prozent steilen Schlussanstieg auseinanderfiel. Am längsten wehrte sich Wyss, der seine Begleiter noch attackierte und als letzter der acht Ausreißer gestellt wurde.
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