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21.11.2013 | (rsn) – Die Kilometer vor dem Peloton werden etwas weniger, die Anzahl der Siege geringer. Doch Jens Voigt bleibt Jens Voigt, auch mit seinen nunmehr 42 Jahren kann der Deutsche die Fans wie kein Zweiter begeistern. In der abgelaufenen Saison etwa imponierte der Ausreißerkönig mit einem Etappensieg bei der Kalifornien-Rundfahrt – natürlich als Solist.
Dazu kam die 16. Teilnahme an der Tour de France, wo er nicht nur als selbstloser Helfer, sondern auch wieder mit zahlreichen Attacken zu überzeugen wusste. Keine davon war von Erfolg gekrönt, aber Voigt trug seinen Teil zum Unterhaltungswert der Jubiläums-Tour bei.
Auch deshalb kassierte der Berliner am Saisonende ein ganz dickes Lob von seinem Teamchef. „Jens hat eine ganz spezielle Einstellung gegenüber seinem Job. Er fährt mit einer solch großen Leidenschaft, deshalb kann er auch mehr Leiden auf sich nehmen als jüngere Fahrer, die sich mehr auf andere Dinge konzentrieren und so ihren Sport nicht vollends leben. Jens will bei den Fans Emotionen wecken, dafür kämpft er Tag und Nacht“, erkläuterte Luca Guercilena das Erfolgsgeheimnis des nimmermüden „Voigte" im Gespräch mit radsport-news.com.
Auch wenn er noch immer auf Augenhöhe mit den meist deutlich jüngeren Kollegen und Konkurrenten unterwegs ist, hat sich Voigt - so scheint es zumindest - dazu durchgerungen, nach der Saison 2014 seine lange Karriere zu beenden. Aber auch in seinem letzten Profijahr wird der Allrounder, der bezeichnenderweise als einer der wenigen Oldies von RadioShack-Leopard den Sprung in das Nachfolge-Team Trekgeschafft hat, mit seiner Erfahrung, seiner mustergültigen Einstellung und seinem Optimismus eine tragende Rolle im Mannschaftsgefüge übernehmen.
„Er kann unseren jungen Fahrern viel beibringen. Und er wird wieder ein wichtiger Helfer für die Kapitäne sein“, sagte Guercilena, der dem nach Davide Rebellin (CCC Polsat) zweitältesten Profi im Peloton auch im kommenden Jahr den einen oder anderen Sieg zutraut. „Er ist noch so gut, dass er hin und wieder auch ein Rennen für sich entscheiden kann“, so der Italiener.
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