Giro: Wetterkapriolen spielen dem Italiener in die Karten

Nibali ist das Rosa Trikot kaum noch zu nehmen

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Vincenzo Nibali (Astana) |trägt nach dem langen Zeitfahren des Giro Italia das Rosa Trikot | Foto: ROTH

24.05.2013  |  (rsn) – Ist die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg beim 96. Giro d’Italia schon gefallen? Nach seiner überragenden Vorstellung im Bergzeitfahren von Mori nach Polsa hat Vincenzo Nibalui (Astana) im Gesamtklassement deutliche 4:02 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Cadel Evans (BMC). Sollte der 28-jährige Italiener nicht noch stürzen oder krank werden, dürfte ihm das Rosa Trikot kaum noch zu nehmen sein – zumal nach der Absage der 19. Etappe auch fraglich ist, ob am Samstag das vorletzte Teilstück überhaupt ausgetragen werden kann.

Bei aller Vorsicht in seinen Aussagen scheint Nibali sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein. „Ich habe einen weiteren großen Schritt zum Ziel Giro-Sieg gemacht“, erklärte der Astana-Kapitän am Freitag nach seinem überlegen herausgefahrenen Sieg, bei dem er den Spanier Samuel Sanchez (Euskaltel) mit 58 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz verwies. „Jetzt kommen die Berge und mit vier Minuten Vorsprung können wir zuversichtlicher sein, das Maglia Rosa zu behalten“, fügte der Gesamtführende an – natürlich noch nicht wissend, dass am Freitag kein Rennen würde stattfinden können.

Da vor dem Bergzeitfahren allgemein noch mit eher geringen Zeitabständen unter den Favoriten gerechnet worden war, überraschte der große Vorsprung, den sich Nibali auf die Konkurrenz herausfuhr. Seinen bisher größten Widersacher Evans etwa deklassierte er um 2:36 Minuten und auch dem Gesamtdritten Rigoberto Uran (Sky / + 4:12) nahm er fast eineinhalb Minuten ab. Durch das schlechte Wetter und die drohende Absage auch am Samstag ist nun aber sogar fraglich, ob sich der Kolumbianer mit Evans noch ein spannendes Dell um den zweiten Platz wird liefern können.

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