Luxemburger fährt auch im Baskenland hinterher

Andy Schleck: „Vermessen, vom Toursieg zu träumen"

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Andy Schleck (RadioShack-Leopard) bei der 53. Baskenland-Rundfahrt | Foto: ROTH

05.04.2013  |  (rsn) – Auch auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt kam Andy Schleck (RadioShack-Leopard) mit großer Verspätung ins Ziel. 18:32 Minuten Rückstand wies der Luxemburger im strömenden Regen bei der Bergankunft am Alto de la Lejana auf den Etappengewinner Nairo Alexander Quintana (Movistar) auf. Die Hoffnung auf Spitzenergebnisse bei den Ardennenklassikern – traditionell eines der großen Saisonziele des Luxemburgers – scheint der 27-Jährige bereits aufgegeben zu haben.

„Ich weiß nicht, ob ich dort mit den Besten konkurrieren kann“, sagte Schleck im Interview mit velonews.com mit Blick auf das Amstel Gold Race (14. April) den Flèche Wallonne (17. April) und vor allem auf Lüttich-Bastogne-Lüttich (21. April) das er 2010 bereits einmal gewinnen konnte.

Und auch für die Tour de France, die am 30. Juni auf Korsika beginnt, hat Schleck seine Ambitionen deutlich herunter geschraubt. „Es wäre vermessen, vom Toursieg zu träumen“, erklärte er. „Mein Ziel ist zunächst ein anderes: Ich möchte erneut wettbewerbsfähig sein und an der Spitze eines Rennens mit um den Sieg kämpfen. Und noch bleibt eine Menge Arbeit. Ich verfüge aktuell über eine gute Basis und muss mich nun Schritt für Schritt nach vorne kämpfen.“

Das gelingt dem Toursieger von 2010 nur in kleinen Schritten. In den ersten Rennen dieser Saison kam er nur einmal bis ins Ziel, zuletzt stand der jüngere der Schleck-Brüder immerhin das Critérium International durch. Doch bei der schweren und stark besetzten Baskenland-Rundfahrt wird deutlich, wie viel Schleck tatsächlich noch fehlt.

„Es ist schwieriger als man es sich ausmalt“, räumte er ein. „Man kann unzählige Trainingsfahrten machen und sich gut dabei fühlen, ein Rennen bleibt jedoch etwas völlig anderes. Solch eine Situation kannte ich bislang noch nicht, aber es gehört zum Leben eines Radprofis dazu. Es gibt gute Momente, aber eben auch Rückschläge. Und wenn man einmal unten ist, dauert es lange, um wieder an die Spitze zu kommen“, sagte Schleck, der sich bei der Kalifornien-Rundfahrt, in einem Trainingslager und bei der Tour de Suisse für die Tour de France in Form bringen will.

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