Fünf Knie-Operationen nach Trainingssturz

Förster hofft auf ein Ende seiner Leidenszeit

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Robert Förster (United Healthcare) | Foto: ROTH

28.03.2013  |  (rsn) – Während die Klassikersaion voll im Gang ist, braucht Robert Förster (UnitedHealthcare) noch keinen Gedanken an eine Rückkehr in das Peloton zu verschwenden. Der Markkleeberger, der sich Anfang Februar bei einem Trainingssturz in Leipzig eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, musste in den vergangenen Monaten nicht weniger als fünf Operationen über sich ergehen lassen und hofft nun, wieder gesund zu werden.

Die Komplikationen an seinem offenen Kniegelenk traten nach der ersten (Not)-Operation auf, die noch am Tag seines Unfalls in einem Leipziger Krankenhaus durchgeführt werden musste. „Ich lag danach eine Woche im Krankenhaus, gefolgt von zwei Wochen Physio und Reha“, sagte Förster zu Radsport News. Als er Anfang März wieder mit leichten Training auf der Rolle begann, musste er nur wenige Tage später wegen Schüttelfrost, Fieber und Erbrechen wieder das Krankenhaus aufsuchen.

Die Diagnose war erschreckend, wie der 35-Jährige erklärte: „Das Knie war stark entzündet und voller Keime. Deshalb erfolgte noch am selben Tag eine weitere Not-OP. Danach wurde ich auf die Keimstation gebracht - und die Prognose sah nicht so rosig aus“, so Förster, ohne konkreter werden zu wollen. Aber die Leidenszeit des Sprinters ging weiter. Innerhalb einer guten Woche folgten noch drei weitere Operationen.

Nun steht noch ein Test aus, um Gewissheit zu haben, dass die Wunde keimfrei ist. „Derzeit ist das Knie ruhig. Der Test ist aber erst zwei Wochen nach der letzten OP abgeschlossen“, so Förster, der noch den Freitag abwarten muss, um Sicherheit zu haben. „Ob das Knie nicht wieder ‚explodiert’, hängt davon ab, ob Keime drin sind und wie schnell man es belastet. Derzeit geht alles sehr langsam, weil natürlich alle Angst vor einem erneuten Keimbefall haben“, erläuterte der Routinier, der in dieser Saison als einziges Rennen die Tour de San Luis hat bestreiten können.

Vergangene Woche erhielt Förster dann noch unerwarteten Besuch von den Dopingfahndern. „Zuerst war die NADA hier und nur zwei Tage später kam ein Kontrolleur von der UCI“, berichtete der Giro- und Vuelta-Etappengewinner, der die Störung zwar gelassen nahm – „Die machen ja auch nur ihren Job, und ich finde es okay“ - , aber trotzdem kritisch anfügte: „Nur mit intelligenten Tests hat das wohl wenig zu tun. Und zudem kostet es nicht wenig, wenn ein Kontrolleur dafür extra aus Kopenhagen kommt.“

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