Lange Verletzungspause ist vergessen

Haussler: "Für mich beginnt die Saison jetzt"

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Heinrich Haussler (Cervélo TestTeam) nach seinem Sieg auf der 2. Etappe der Tour de Suisse Foto: ROTH

14.06.2010  |  (rsn) - Heinrich Haussler (Cervélo TestTeam) hat ein enttäuschendes Frühjahr endgültig hinter sich gelassen. Der Freiburger meldete sich am Sonntag mit seinem Sieg auf der 2. Etappe der Tour de Suisse eindrucksvoll zurück. Während die meisten Sprinter im letzten Anstieg des Tages knapp 20 Kilometer vor dem Ziel dem Tempo nicht mehr folgen konnten, zeigte sich Haussler unbeeindruckt und sicherte sich im Sprint einer knapp 70 Fahrer starken Gruppe seinen ersten Erfolg in der laufenden Saison knapp vor dem Spanier Pablo Urtasun (Euskaltel-Euskadi) und dem Italiener Marco Mercato (Vacansoleil).

„Für mich beginnt die Saison jetzt und hier“, freute sich der 26-Jährige nach dem Rennen. „Das gibt mir außerdem Selbstvertrauen für die Tour, meine Form passt.“ Vergessen sind die Knieprobleme, die Haussler zu einer langen Rennpause im Frühjahr zwangen und ihn auch noch beim Comeback bei der Kalifornien-Rundfahrt plagten. Dort musste Haussler wegen wieder auftretender Schmerzen vorzeitig aussteigen. Kurz darauf folgte ein weiterer Tiefpunkt: In Freiburg war der alkoholisiert von einer Party nach Hause fahrende Deutsch-Australier in einen Autounfall verwickelt. Die Polizei nahm Haussler den Führerschein ab. Der zerknirschte Cervélo-Kapitän entschuldigte sich öffentlich und sprach von einem „unverantwortlichen und unprofessionellen Verhalten.“

Nach seinem Sieg in Sierre ist Haussler wieder obenauf. „Es war wirklich hart heute. Niemand hat erwartet, dass der letzte Berg so schwer sein würde. Es gab viele Attacken durch die Bergfahrer“ erklärte er. „Wir waren nur noch 30, 40 Mann und in der Abfahrt kamen noch welche dazu. Aber als ich mich umschaute, war niemand von meinen Helfern mehr da, was es für mich noch schwerer machte. Aber ich wusste, dass die letzten 200 Meter ansteigend waren und dass es Gegenwind geben würde. Also wartete ich und wartete auf den richtigen Moment – und ja, es war ein schöner Sieg.“

Auch wenn er sich in der Schweiz in erster Linie auf seinen Saisonhöhepunkt, die Tour de France, vorbereitet, hält Haussler durchaus noch den einen oder anderen Erfolg für möglich. „Es gibt eine Menge schwerer Etappen und ich will nicht zu tief gehen. Aber wenn sich nochmal die Chancen auf einen oder zwei Siege bieten sollten, werde ich es definitiv probieren“, kündigte er an.

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