"Ich fühle mich sehr, sehr stark"

Cancellara träumt vom WM-Double

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Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara will auch Gold im Straßenrennen.

Foto: ROTH

25.09.2009  |  Mendrisio (rsn) – Im Zeitfahren fuhr Fabian Cancellara in einer anderen Liga als der Rest der Welt! Der Schweizer Lokalmatador macht kein Geheimnis daraus, dass er auch am Sonntag im Straßenrennen nach Gold greifen will. „Ich träume vom Double“ verrät der 28-Jährige ganz freimutig, dass der WM-Sieg nur über ihn laufen wird. Cancellara: „Mein Form ist da. Ich fühle mich sehr, sehr stark.“

Tony Martin ordnet den Zeitfahrweltmeister „nicht automatisch“ unter die Topfavoriten ein. „Ich glaube nicht, dass der Sieg nur über ihn geht. So ein Rennen wird auch taktisch entschieden. Da reicht nicht nur einfach drauflatschen. Außerdem hat Cancellara keine so starke Mannschaft“, gibt der Bronzemedaillen-Gewinner zu bedenken.

Für ihn sind Damiano Cunego mit seiner italienischen Super-Truppe und die Spanier mit Alejandro Valverde höher einzustufen. Dass Valverde überhaupt starten darf, kann Martin nicht in vollem Umfang nachvollziehen: „In Italien ist er gesperrt, in der Schweiz und überall woanders darf er starten. Der Verband sollte für mehr Rechtsgleichheit sorgen“, fordert Martin.

Cancellara weiß, dass ihm das zweite Gold nicht so leicht wie im Zeitfahren zufallen wird. „Die WM-Rennen sind eine Lotterie. Sie haben immer ihre eigenen Gesetze“, sagt er. „Für die 260 km muss man bereit sein. Ich bin bereit für mein Heimrennen. Ich habe immer nur an Sonntag gedacht. Die Vorbereitung war ganz auf das Straßenrennen ausgerichtet. Deshalb habe ich auch die Vuelta früher beendet.“

Um die Mammutdistanz durchzuhalten, fuhr der Schweizer bis zu sieben Stunden trainieren. Dabei ließ er sich auch von heftigem Regen nicht aufhalten. Als Schrittmacher auf dem Motorroller im Training fungierte sein Saxo Bank-Teamchef Bjarne Riis; zudem erhält der Berner Unterstützung von seinem Sportdirektor Kim Andersen und weiteren Saxo Bank-Betreuern. Cancellara: „Ich bin voll motiviert für den Sonntag. Sonst würde ich zuhause bleiben.“

Der dreifache Zeitfahrweltmeister hat dem Rest der Radsportwelt den Fehdehandschuh hingeworfen – mal schauen, wer ihn aufnimmt....

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