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06.07.2009 | Warum die Entscheidung so lange dauerte, wissen wohl nur die Berner! Warum es genau zum Tourstart veröffentlicht wird, hat einen Beigeschmack!
Will die Stiftung Antidoping Schweiz dem Recht zum Durchbruch verhelfen, oder billige Publicity?
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" muss sich Jan Ullrich nun doch einem Dopingverfahren stellen. "Ich kann bestätigen, dass wir jetzt einen Antrag von der Stiftung Antidoping Schweiz erhalten und deshalb ein Verfahren eröffnet haben", sagte Gerhard Walter, der Präsident der Schweizer Disziplinarkammer für Dopingfälle, der "SZ".
Ullrich war vor drei Jahren wegen seiner inzwischen nachgewiesenen Kooperation mit dem spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes von der Tour de France ausgeschlossen worden. Ullrich, der in Scherzingen in der der Schweiz lebt und mit einer eidgenössischen Lizenz fuhr, hat Doping stets bestritten.
Nach den jahrelangen Recherchen und dem Auswerten der vorliegenden Akten halte es die Stiftung des Schweizer Sport-Dachverbandes Swiss Olympic für notwendig und gerechtfertigt, diesen Antrag zu stellen, betonte der mit der Sache betraute Jurist Bernhard Welten.
Hoffentlich treffen seine Recherchen besser zu als seine Aussagen. Die Frage, ob und wann es ein Verfahren gäbe, hatte er immer wieder gleich beantwortet: "In den nächsten Wochen." Daraus wurden drei Jahre.
Unabhängig von Ullrichs Schuld, allein die Dauer bis zur Entscheidung ist ein Skandal. Wie lange soll denn das Verfahren jetzt dauern?
Schnecken bewegen sich schneller!
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