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30.05.2008 | Heute in der richtigen Gruppe zu sitzen, war nicht so einfach. Jeder hat es noch mal probiert. Es hat sich ja auch ausgezahlt, wie der Sieg von Kyrienka gezeigt hat. Auf jeden Fall sind wir dadurch in der ersten Stunde einen 51er Schnitt gefahren, bis die Gruppe endlich stand.
Am Start hatten wir noch wunderbares, sonniges Wetter. Als es in Richtung Berge ging, änderte sich das aber schnell. Ab dort sind wir mehr oder weniger fast die ganze Zeit im Regen gefahren. Bald bemerkten wir die nächste schöne Überraschung. Das Rennen war 12 Kilometer länger als angegeben.
An dem langen Berg erhöhte LPR irgendwann das Tempo und es bildete sich schnell ein riesiges Grupetto. Ich wehrte mich nicht lange und schloss mich an. In der langen Abfahrt habe ich unheimlich gefroren. Die Temperaturen bewegten sich wahrscheinlich noch bei 7, 8°C, aber es herrschte absolutes Weltuntergangs-Wetter. Die Straßen waren oben so schmal, dass kaum ein Auto drauf gepasst hat.
Ich wusste nicht, wo sich unser Begleitfahrzeug befindet und konnte mir keine weiteren Klamotten besorgen. Zum Glück hatte ich mir vorsorglich schon eine zweite Regenjacke ins Trikot gesteckt. In den Füßen und Händen habe ich aber zeitweise das Gefühl nahezu komplett verloren. Lange Handschuhe habe ich dann erst im Tal vom Auto nehmen können. Wir sind die Etappe in einem relativ lockeren Tempo zu Ende gefahren und alle zusammen geblieben. Die Karenzzeit war überhaupt kein Problem und außerdem waren wir ja praktisch das Hauptfeld.
Der schnellste Weg, vom Ziel zu unserem Bus zu gelangen, war es mit dem Rad den Schlussanstieg wieder runter zu rollen. Unsere Pfleger warten bei solchen Etappen im Zielbereich auf uns mit trockener Kleidung, oder wenigstens einer Jacke zum Drüberziehen. Und dann geht’s durch das Chaos von Zuschauern und Fahrzeugen den Berg hinunter. Am Bus hatte ich 250km auf dem auf meinem SRM-Gerät und weit über sieben Stunden.
Obwohl ich die ganze Etappe ständig gegessen habe, war ich trotzdem komplett leergefahren. Für die vielen erkälteten Fahrer im Feld war das sicher das letzte, was sie gebrauchen konnten.
Die morgige Etappe ist ähnlich lang, aber um einiges schwerer. Alle erwarten schon früh ein ganz schnelles Rennen, da in der Gesamtwertung noch vieles möglich ist. Wie der Kampf dahinter aussehen wird, wird sich zeigen.
Euer Johannes
Johannes Fröhlinger bestreitet seinen ersten Giro d`Italia. Der 22-jährige Gerolsteiner-Profi, der im letzten Jahr bei der Vuelta bester deutscher Fahrer in der Gesamtwertung wurde, führt in den nächsten drei Wochen auf Radsport News Tagebuch von der Italien-Rundfahrt und berichtet von seinen Erlebnissen auf und neben der Strecke.
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