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18.09.2006 | (Ra) - Alexander Winokurow hatte am Sonntag in Madrid gut lachen. „Dieser Triumph ist ein echtes Geschenk für mich“, freute sich der 33-jährige Kasache über seinen Vuelta-Gesamtsieg. Nach der verpassten Tour-Teilnahme ist das Goldtrikot zumindest eine kleine Entschädigung für Winokurow, der in diesem Jahr den Toursieg fest im Visier hatte. Der bleibt jetzt das große Ziel des Astana-Kapitäns für 2007.
„Im nächsten Jahr will ich meinen Traum wahrmachen und die Tour gewinnen“, kündigte Winokurow bereits an und kritisierte zugleich die Tour-Organisatoren: „Unser Ausschluss von der Tour in diesem Jahr war ungerecht, denn die vorgesehenen Tour-Starter Paulinho und Contador hatten nichts zu tun mit der Operation Puerto.“
Der Ausgang der Vuelta 2006 habe ihm aber genug Motivation für die Tour 2007 gegeben, fuhr Winokurow fort. Und er benannte auch schon seine vermutlich größten Rivalen: „Nach seiner starken Vuelta-Vorstellung gehört Valverde zu den Tour-Favoriten 2007. Für ihn spricht seine Jugend. Ich zähle aber auch Damiano Cunego und Ivan Basso dazu, falls er wieder starten darf.“
Neben der Tour verfolgt Winokurow ein zweites großes Ziel: Den Kontrakt mit Manolo Saiz’ Active Bay company aufzulösen, der seinem Team nicht nur eine schlechte Presse beschert, sondern auch Probleme bei der Vergabe der ProTour-Lizenz für das neue Jahr bereiten könnte. Der tief in die Fuentes-Affäre verstrickte frühere Teamchef von Liberty Seguros ist über die Active Bay company nach wie vor am Nachfolgerteam Astana beteiligt, das Winokurow fast im Alleingang aus dem Boden gestampft hat. Der Vertarg mit Saiz läuft aber noch bis 2008. Jetzt hofft Winokurow darauf, dass sich der ehemalige Liberty-Chef freiwillig zurückzieht und dadurch Astana die Bemühungen um die heiß begehrte ProTour erleichtert.
„Manolo Saiz ist ein intelligenter Mann, er hat meinen ganzen Respekt“, so Winokurow. „Er muss aber bedenken, dass ich den neuen Sponsor Astana zum Team gebracht habe. Mit Saiz wird es schwer werden, weiter an der ProTour teilzunehmen.“
Quelle: cyclingnews.com
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