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01.10.2000 | Jan Ullrich: «Die Attacke hatte ich schon lange geplant. Dann war ich aber überrascht, dass Andreas so gut mitgefahren ist. Die anderen waren sich hinten nicht einig, wir Drei vorne schon. Mich freut, dass die beiden ihre Medaillen gemacht haben. Das ist blindes Verständnis. Die Goldmedaille ist gemacht, da kann ich jetzt total easy in das Zeitfahren hineingehen. Vorher werden wir sicher feiern.»
Andreas Klöden: «Man muss mehr als zufrieden sein. Was will man mehr? Wir sind total happy, es ist total geil! Wir wollten immer vorne mit dabei sein. Als wir Drei dann vorn waren, war klar: Fahren, fahren, fahren. Und die Rechnung ist aufgegangen. Jetzt lastet kein Druck mehr auf uns im Zeitfahren. Ich freue mich fast mehr übers Jans Olympiasieg als über meinen dritten Platz. Ich bin froh, ihn so gut unterstützt zu haben.»
Wolfgang Strohband (Manager von Ullrich und Klöden): «Solch einen Triumph kann man nicht planen. Die Drei haben ein sensationelles Rennen hingelegt. Vor allem taktisch war das eine unglaubliche Leistung, von Jan mit seiner Attacke, aber auch von Andreas, wie der mit Winokurow da noch hinzugestoßen ist. Damit hat sich auch der Schritt ausgezahlt, die Vuelta nicht zu beenden und in den Schwarzwald zu gehen. Hinterher wissen es sicher alle besser. Ich bin noch ganz sprachlos.»
Rudy Pevenage (Team Telekom): «Ich hatte Puls 180. Jan war mit mir und Trainer Mario Kummer über Funk verbunden. Ich habe ihm das Kommando zum Angriff gegeben.»
Walter Godefroot (Telekom-Teamchef): «Das war der schönste Touristenausflug meines Lebens - ich war ja hier nur Zuschauer. Jan und die anderen beiden Fahrer haben eine taktische Meisterleistung vollbracht.»
Alexander Winokurow (Kasachstan/Silber): «Ullrich hat in unserer Spitzengruppe am meisten gearbeitet. Ihm verdanke ich die erste olympische Radmedaille für mein Land. Ich bin überglücklich.»
Uwe Freese (Heimattrainer von Andreas Klöden): «Das war gigantisch, was in Sydney passiert ist. Leider habe ich die Phase des Rennens, als Andreas Klöden zu Jan Ullrich aufschloss, am Fernseher verpasst. Mir waren in der durchwachten Nacht kurzzeitig die Augen zugefallen. Nach dem Riesen-Erfolg meiner Bahnfahrer Robert Bartko und Guido Fulst wieder ein Grund zum Feiern und keine Zeit. Auch heute früh geht es schon wieder zum Training, denn es kommen ja noch Weltmeisterschaften im Oktober. Und da wollen wir an Olympia anknüpfen.»
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