Krahl fährt beim C2-Cross aufs Podium

Degenkolb feiert in Chemnitz ersten UCI-Sieg

Von Jens Claussen

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Bei Cross-Nationalfahrer Hannes Degenkolb (Heizomat - Cube) ist der Knoten geplatzt | Foto: Cor Vos

02.11.2025  |  (rsn) – Anfang des Jahres noch Austragungsort der Deutschen Crossmeisterschaften, fand in Chemnitz der neunte Lauf zur Cross-Bundesliga statt. Das international ausgeschriebene Rennen war damit in diesem Jahr nach den zwei Veranstaltungen in Bad Salzdetfurth auch schon das letzte Rennen der C2-Kategorie, der dritthöchsten UCI-Kategorie im Cross-Sport, auf deutschem Boden. Die traditionsreiche Austragung in Bensheim fehlte diesmal im Bundesliga-Kalender der Querfeldeinspezialisten, die hessische Kleinstadt ist Ausrichter der kommenden Deutschen Meisterschaften am 10./11. Januar 2026.

Wie bei allen internationalen Cross-Rennen hieß es auch am Chemnitzer Sportforum “Ladies first“. Das 22-köpfige Starterinnenfeld begab sich dabei auf einen 3,2 Kilometer langen Rundkurs, auf dem nach 54 Minuten Renndauer die Tschechin Katerina Douderovà (Dukla Praha) mit einem Vorsprung von 20 Sekunden auf ihre Landsfrau Anna Panusová (Brilon) die besten Beine hatte. Dritte wurde die Deutsche Cross-Meisterin des Jahres 2023, Judith Krahl vom Team Rose Racing Circle und landete damit zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Podium. Die 24-Jährige überquerte 52 Sekunden nach der Siegerin die Ziellinie und konnte sich damit nach Platz 13 beim gestrigen C2-Rennen im tschechischen Jicin binnen 24 Stunden erheblich steigern.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Krahl nach dem Rennen gegenüber RSN: “Im Gegensatz zu den letzten beiden Rennen bin ich mit einem guten Gefühl gestartet und habe schnell ins Rennen gefunden. Zur Hälfte der Strecke hatte ich einen Doppelplatten – schade, denn dort war ich am Hinterrad der späteren Siegerin. Und auch schade, dass die deutsche Beteiligung beim letzten der drei UCI-Rennen hier so gering ausfiel“, analysierte sie ihren Renntag, an dem vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre.

Degenkolb macht’s im Sprint

Noch erfolgreicher aus deutscher Sicht verlief danach das Rennen der Männer-Elite über 60 Minuten. Nachdem er sich tags zuvor in Jicin noch mit der Holzmedaille zufriedengeben musste, kehrte Hannes Degenkolb (Heizomat – Cube) das Blatt heute um. In einer hauchdünnen Sprintentscheidung sicherte sich der 21-Jährige seinen ersten Sieg in einem UCI-Rennen vor dem Tschechen Matyas Fiala (ATT Investments). "Das ist natürlich ein sehr ermutigendes Resultat, nachdem ich gerade letzte Woche im Rennen etwas zu kämpfen hatte", sagte Degenkolb gegenüber RSN. "Für die Moral ist es deshalb sehr gut, einen Sieg feiern zu können - vor allem natürlich nahe der Heimat mit vielen bekannten Gesichtern am Streckenrand. Auch für die EM nächste Woche macht das Mut."

Vier Sekunden dahinter fuhr der Schweizer Lars Sommer zu seinem ersten Podium in diesem Cross-Winter. Eike Behrens und Luca Harter, beide vom Stevens Racing Team, zeigten ebenso eine überzeugende Vorstellung und folgten auf den Plätzen fünf und sechs.

Einen weiteren deutschen Sieg gab es in der Klasse der Juniorinnen. Die 16-jährige Edda Bieberle (RSV Osterweddingen) gewann in souveräner Manier 26 Sekunden vor der Tschechin Karolina Rothbauerová und Klara Dworatzek (SSV Gera).

In der CX-Bundesligagesamtwertung gab es nach den heutigen Rennen sowohl bei den Frauen als auch den Männern keine Veränderungen. Bei der weiblichen Elite führt weiterhin Stephanie Paul (Stevens) vor der US-Amerikanerin Kaya Musgrave (Competitive Edge Racing) und Diana Steffenhagen (Radsport Nagel). Luca Harter konnte seine Spitzenposition bei den Männern vor Silas Kuschla (beide Stevens) unangefochten behaupten. Dritter bleibt ihr Teamkollege Behrens. Der nächste Lauf zur CX-Bundesliga findet am 8. November in Vaihingen statt.

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