Start beim Omloop und Pause im Gelände?

Nach dem Crosstitel ist für van der Poel vor der Straßensaison

Von Kevin Kempf aus Hulst

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Mathieu van der Poel wurde in Hulst zum achten Mal Cross-Weltmeister. | Foto: Kevin Kempf

02.02.2026  |  (rsn) - Mit dem Rekordtitel endete in Hulst die Cross-Saison von Weltmeister Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech). Zeit also, um an die Straßen-Saison zu denken! Der Niederländer hat zum ersten Mal eine Teilnahme beim Omloop Het Nieuwsblad (1.UWT) am 28. Februar im Blick. Sicher ist er aber noch nicht, wie er kurz nach den WM-Rennen im Sporza-Studio erzählte.

“Das entscheide ich erst in der Woche davor. Wenn ich mich während meiner Vorbereitung gut genug fühle, nehme ich den Omloop sicher mit“, kündigte der 31-Jährige an. “Das Rennen kommt jetzt aber schnell näher und ich muss gucken, wie die Beine bei den ersten Straßentrainings sind. Ansonsten wird es wieder Tirreno-Adriatico“, meinte er weiter. Beim italienischen Vorbereitungsrennen auf Mailand-Sanremo wollte er auch 2025 seinen Saisoneinstand geben. Weil die Form damals aber schnell sehr gut war, ging er sechs Tage vorher schon bei der Samyn Classic (1.1) an den Start – und gewann im Sprint vor Paul Magnier (Soudal – Quick-Step).

 

Bevor er aber ins Training einsteigt, gönnt sich van der Poel einen kurzen Skiurlaub. “Morgen fliege ich los und anschließend bereite ich mich in Spanien auf meine Straßenkampagne vorn“, blickte er voraus. Auch wenn das noch nicht offiziell bestätigt ist, werden deren Highlights wohl wie immer Mailand-Sanremo, die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix sein.

Ganz anders als sonst könnte dagegen der nächste Cross-Winter für den Weltranglistenersten aussehen. Seit einigen Wochen wird spekuliert, dass van der Poel eine Pause einlegen und einen Crosssaison auslassen könnte. Bei Sporza entkräftete er die Gerüchte nicht. “Ich habe das wirklich noch nicht entschieden. Ich crosse noch immer sehr gern. Auch die Trainings machen mir Spaß. Aber es ist immer eine sehr intensive Phase“, erklärte van der Poel, der diesen Winter zum zweiten Mal den Weltcup gewann und zum ersten Mal seit 2023 die Saison an der Spitze der Weltrangliste abschloss. Dazu benötigte er mit 13 Rennen deutlich weniger als die meisten anderen Konkurrenten absolviert haben, aber fünf mehr als er 2024/2025 bestritt.

“Es ist einfach ein Gedanke, um es vielleicht ein Jahr anders zu machen. Eine Saison, in der ich nur die Querfeldein-WM fahre, ist auch eine Option“, nannte er eine weitere Möglichkeit. Dann müsste er bei den Welttitelkämpfen in Oostende 2027 aber aus ganz schlechter Position starten. 2028 werden die Regenbogentrikots in Hoogerheide vergeben. Dort, wo der GP Adrie van der Poel normalerweise den Weltcup-Abschluss markiert, wurde er 2023 Weltmeister. In zwei Jahren könnte er dort seinen zehnten Titel einfahren.

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