--> -->
19.10.2025 | (rsn) – Danny van Poppel hat zum Abschluss der Tour of Holland (2.1) das Niederländische Meistertrikot nochmal bestmöglich zur Schau gestellt und die 5. Etappe gewonnen. Der 32-Jährige sprang elf Kilometer vor dem Ziel zu den drei Ausreißern Alec Segaert (Lotto), Huub Artz (Intermarché – Wanty) und Cameron Rogers (Lidl – Trek) nach vorne, die zu diesem Zeitpunkt nur noch fünf Sekunden Vorsprung hatten. Mit der frischen Unterstützung van Poppels wuchs der Abstand nochmal auf 20 Sekunden an. Hinten im Feld fehlten die Kräfte, um das neue Engagement in der Spitze in die Schranken zu weisen. Als sich Christophe Laporte (Visma | Lease a Bike) im Orangenen Trikot des Gesamtführenden höchstpersönlich nochmal einspannte, schien der Ausreißversuch zum Scheitern verurteilt, das Loch schrumpfte wieder.
Doch als Laporte etwa anderthalb Kilometer vor dem Ziel aus der Spitzenposition ging, blieben die fünf Sekunden Abstand wie in Stein gemeißelt. An der letzten Welle versuchte Segaert nochmal, sich aus dem Spitzenquartett zu lösen. Sein Effort sollte sich für ihn persönlich zwar nicht auszahlen, allerdings für den Rest der Gruppe. Denn es war das entscheidende Zünglein an der Waage. Im Sprint erwies sich van Poppel als der Stärkste, er feierte seinen vierten Saisonerfolg.
"Ich kann es immer noch nicht glauben", sagte van Poppel im Siegerinterview. "Wenn ich gewinne, dann ist es normalerweise aus einem Massensprint heraus. Und heute gelang es nach diesem verrückten Move. Aber Sieg ist Sieg." Mindestens genauso glücklich war kurz darauf auch Laporte. "Es ist mein erster Sieg in dieser schwierigen Saison. Wenn mir das jemand vor ein paar Monaten gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt."
Letztlich konnte sich aber auch Laporte freuen. Der Franzose verteidigte auch mit der kleinen Lücke zur Spitze seine Gesamtführung und feierte damit seinen ersten Sieg seit mehr als einem Jahr. Zweiter blieb Lukas Kubis (Unibet Tietema Rockets), Dritter Jakob Söderqvist.
Während Artz Tageszweiter, Segaert Dritter und Rogers Vierter wurde, entschied Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) den Sprint der Verfolger vor Olav Kooji (Visma – Lease a Bike) für sich. Das sollte dem Belgier allerdings nichts reichen, die Führung in der Punktewertung zu behalten. Die übernahm mit seinem Sieg van Poppel. Es war sein vierter Tageserfolg in der laufenden Saison und die zweite Rundfahrt, die er im Punktetrikot beendete. Die Nachwuchswertung gewann Kubis, bestes Team ist Lidl - Trek. Ein Bergtrikot wurde nicht vergeben. So lief die 5. Etappe der Tour of Holland
Auch ohne die geplanten Gravelsektoren, die am Abend vor der Etappe gestrichen wurden, entwickelte sich eine sehenswerte Rennsituation. Zwar blieben Ausreißergruppen auf den ersten 60 Kilometern aus. Nachdem es über die Hälfte dieser Distanz nicht mal nennenswerte Versuche gab, sich vom Feld zu lösen, wurde es danach umso turbulenter.
Im ersten Quartett, war neben Artz auch Red-Bull-Rookie Theodor August Clemmensen dabei. Der Däne und Konti-Fahrer Rik van der Wal (Diftar) ließen Artz und Frederik Frison (Q36.5) aber beizeiten hinter sich und gingen als Duo auf die letzten sechs von elf Runden. Kurz bevor die Ausreißer dann wieder gestellt wurden, flog das Peloton auf den teils engen und hügeligen Straßen auseinander. Erst als 68 Kilometer vor dem Ziel in Jan Tratnik ein weiterer Red-Bull-Fahrer zum Solo ansetzte, beruhigte sich die Situation im Feld, wobei das Tempo immer hoch blieb.
Das Profil der 5. Etappe der Tour of Holland | Grafik: Veranstalter
Tratnik bekam ein paar Kilometer später Gesellschaft von Davide Ballerini (XDS – Astana) und Martijn Rasenberg (Parkhotel Valkenburg). Vier Runden waren da noch zu gehen. Allzuweit konnte sich das Trio aber nicht absetzen, 48 Kilometer vor dem Ziel wurde es gestellt. Kurz darauf waren es Segaert, Rogers und Artz, der sich von seinem ersten Versuch wieder bestens erholt hatte. Weit weg wurde aber auch dieses Gespann nicht gelassen, fast immer war es in Sichtweite. Dennoch zeigte sich auf den letzten zwei Runden, dass die Sprinterteams Mühe hatten, das Loch endgültig zu schließen.
Als es elf Kilometer vor dem Ziel dann doch beinahe so weit war, setzte van Poppel zum Sprung nach vorne an. Während es dem hochmotivierten Niederländer gelang, die Lücke zu schließen, blieb es für Mirco Maestri (Polti – VisitMalta) beim Versuch. Obwohl Segaert, Rogers und Artz wussten, dass van Poppel nicht nur der Frischeste war, sondern mutmaßlich auch der beste Sprinter, arbeiteten sie weiter zusammen, was schließlich der Weg zum Erfolg war.
Results powered by FirstCycling.com
19.10.2025Gravel-Sektoren auf Schlussetappe gestrichen(rsn) - Streckenänderung auf der Schlussetappe der Tour of Holland (2.1). War für den Schlusstag rund um Arnheim ursprünglich ein zehn Mal zu fahrender Rundkurs geplant, der je Umlauf einen knapp z
18.10.2025Konti-Fahrer de Jong hängt Laporte und Kubis am VAM-Berg ab(rsn) – Alles war vorbereitet für die große Geschichte des Christophe Laporte (Visma – Lease a Bike). Der Franzose war nach einer frühen Attacke drauf und dran, nach langem gesundheitlichen Lei
17.10.2025Sprinter Bol schildert Gefahren, Organisatoren versprechen Besserung (rsn) – Der Abbruch der 3. Etappe der Tour of Holland aufgrund von unautorisierten Fahrzeugen auf der Strecke hat vor allem in den Niederlanden für großen Wirbel gesorgt. Für die ohnehin gebeutel
17.10.2025Autos auf der Strecke: Tour of Holland bricht Etappe 3 ab(rsn) – Die 3. Etappe der Tour of Holland (2.1) ist abgebrochen worden und wird auch nicht mehr fortgesetzt. Das entschieden die Organisatoren der sechstägigen Rundfahrt in den Niederlanden nach Di
16.10.2025Hayter mit zweitem Zeitfahrsieg wieder in Orange(rsn) – Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) hat nach dem Prolog auch das zweite Zeitfahren der Tour of Holland (2.1) gewonnen und damit auch die Siegesserie seines Teams fortgesetzt. Während Paul
16.10.2025Van Schip wegen Sattelstütze von Tour of Holland ausgeschlossen(rsn) – Jan-Willem van Schip vom niederländischen Team Parkhotel Valkenburg ist durch die UCI am Abend nach der 1. Etappe der Tour of Holland (2.1) aus seiner Heimat-Rundfahrt ausgeschlossen worden
15.10.2025Merlier weist Kooij bei Tour of Holland in die Schranken(rsn) – Auch ohne Europameister-Trikot ist Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) einer der schnellsten Sprinter der Saison. Auf der 1. Etappe der Tour of Holland (2.1) setzte sich der Belgier knapp vo
15.10.2025Zeitfahrstart wie beim BMX: Tour of Holland setzt Startgates ein(rsn) – Die neue NIBC Tour of Holland (2.1) hat bei ihrem Prolog über vier Kilometer im Zuiderpark von Den Haag am Dienstagabend nicht nur spektakuläre Bilder durch ein Zeitfahren unter Scheinwerf
14.10.2025Hayter rauscht im dunklen Park von Den Haag ins Oranje-Trikot (rsn) – Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) hat den Prolog der neuen NIBC Tour of Holland (2.1) gewonnen. Der Brite setzte sich bei besonders spezieller Atmosphäre unter Flutlicht im abendlich dun
14.10.2025Tour of Holland: Clash zwischen Hügelsprintern und Zeitfahrern(rsn) – Während in China in dieser Woche die WorldTour-Saison zu Ende geht und in Italien mit dem Giro del Veneto (Mittwoch) sowie dem Veneto Classic (Sonntag) oder in Japan mit dem Japan Cup (Sonn
11.03.2026Max Bock: Über Umweg durch Frankreich näher an den Profitraum (rsn) – Aktuell lässt es Max Bock etwas ruhiger angehen. Das liegt weniger daran, dass der frischgebackene 21-Jährige am 10. März Geburtstag gefeiert hat, als dass noch ein wenig Restkrankheit au
11.03.2026Radsport live im Stream und im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic
11.03.2026Ayuso strahlt in Gelb: “Gibt Selbstvertrauen auch für Barcelona“ (rsn) – Den Sieg hat Lidl – Trek im 23,5 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) zwar um 2,5 Sekunden verpasst, trotzdem aber gab es im Lager des deutschen
10.03.2026Ciccone: Positionierung kostete Anschluss an van der Poel und Co. (rsn) – Nach dem fulminanten Auftakt mit einem dritten und einem fünften Platz durch Max Walscheid und Jonathan Milan im topfebenen Auftakt-Einzelzeitfahren von Lido di Camaiore hat der deutsche Wo
10.03.2026Highlight-Video der 3. Etappe von Paris-Nizza (rsn) – Ineos Grenadiers hat das Mannschaftszeitfahren von Paris-Nizza (2.UWT) für sich entschieden. Das von Kevin Vauquelin angeführte britische Team benötigte für die 23,5 Kilometer der 3. Eta
10.03.2026Perfekt auf Schotter: Pellizzari in bestechender Frühform (rsn) – Nach einer soliden Vorstellung kam Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf der 2. Etappe von Tirreno-Adriatico in der ersten Verfolgergruppe 17 Sekunden hinter Tagessieger Mathie
10.03.2026Highlight-Video der 2. Etappe von Tirreno-Adriatico (rsn) – Der routinierte Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat bei Tirreno-Adriatico die beiden Youngster Gesamtführende Isaac Del Toro (UAE Emirates – XRG) und Giulio Pellizzari (Re
10.03.2026Ineos im Teamzeitfahren knapp vor Lidl - Trek, Ayuso in Gelb (rsn) – Es war enger als erwartet, doch am Ende hatten die Favoriten die Nase vorn. Ineos Grenadiers hat das Mannschaftzeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza für sich entschieden – es war d
10.03.2026Van der Poel schlägt im Bergaufsprint die junge Garde (rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat die 2. Etappe von Tirreno – Adriatico (2.UWT) gewonnen. Nach 206 Kilometern von Camaiore nach San Gimignano war er im Dreiersprint berga
10.03.2026ASO zum Paris-Nizza-Auftakt: “Keine negativen Reaktionen erhalten“ (rsn) – Nach der 1. Etappe von Paris-Nizza hatte Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) deutliche Kritik an der Strecke geäußert. “Ich fand die Route heute nicht besonders gut. Es war eines W
10.03.2026Van der Poel würde gerne zu Strade Bianche zurückkehren (rsn) – Obwohl auch die diesjährige Strade Bianche mit ihren mehr als 3.500 Höhenmetern wieder extrem schwer und damit eine Angelegenheit für Kletterer wie den mittlerweile viermaligen Sieger Tad
10.03.2026“Doppelagentin” Klöser: “Sehe mich als eine der Top-Fahrerinnen“ (rsn) - Die Deutsche Gravelmeisterin Rosa Maria Klöser (Canyon - SRAM - zondacrypto) bezeichnet sich immer noch als Newcomerin im Radsport. Und das trotz prestigeträchtiger Erfolge wie dem Gewinn d