Souveräne Vorstellung des Red-Bull-Kapitäns

Lipowitz ließ am ersten Dauphiné-Tag nichts anbrennen

Von Christoph Matt

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Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe). | Foto: Cor Vos

08.06.2025  |  (rsn) - Weder taktische Fehler noch schlechte Form kann man Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe) nach der 1. Etappe des 77. Critérium du Dauphiné vorwerfen. Zwar konnte der junge Deutsche im Finale dem hohen Tempo der Gesamtklassements-Favoriten nicht folgen, doch er hielt sich schadlos und büßte aus dem Rennen heraus keine Zeit ein.

Sein Teamkollege Ben Zwiehoff fasste im Interview auf dem Social-Media-Kanal des Teams den Auftakt der Tour-Generalprobe folgendermaßen zusammen: “Es lief, wie wir es erwartet haben. Zu Beginn hat sich eine kleine Ausreißergruppe gebildet und es war ein sehr gemütlicher Start, um die Beine ein bisschen einzufahren. Das Finale war dann sehr hektisch. Die Jungs sind in einer guten Position in den letzten Anstieg gefahren.”

Ob Lipowitz bewusst Kräfte bewusst sparte, er nicht in der optimalen Position war oder der Attacke von Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) schlicht nicht folgen konnte, lässt sich schwer beurteilen. Zwiehoff sieht die Stärken seines Kapitäns aber eher an den hohen Bergen, die zum Wochenende anstehen: “Am letzten steilen Kicker ging es dann darum, wer die besten Beine hat. Ich glaube, die langen Anstiege liegen Lipo mehr.

Der ehemalige Biathlet hat in seinen bisherigen zweieinhalb Profijahren mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht, darunter der Gesamtsieg bei der Czech Tour 2023, Platz zwei bei der Sibiu Cycling Tour 2024 und Rang zwei bei Paris-Nizza 2025. Zuletzt wurde er Vierter der Baskenland-Rundfahrt, ehe er eine Rennpause einlegte.

Das diesjährige Critérium du Dauphiné ist mit Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG), Vingegaard und Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) besonders hochkarätig besetzt. Umso mehr kommt es darauf an, dass seine Teamkollegen Lipowitz bestmöglich zur Seite stehen – zunächst auf den hügeligen Etappen und schließlich im Mittel- und Hochgebirge. 

“Wir werden ihn, so gut es geht in den Bergen am Ende der Woche unterstützen. Hoffen wir, dass wir sicher durchkommen, und dann schauen wir weiter“, schloss Zwiehoff, dessen Kletterqualitäten auf den letzten drei Etappen gefordert sein werden

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