Paris-Nizza-Gesamtzweiter mit 40 Sekunden Rückstand

Lipowitz mit richtigem Riecher bei Visma-Totalangriff

Von Peter Maurer

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Florian Lipowitz (Red Bull Bora - hansgrohe) auf der 6. Etappe von Paris-Nizza | Foto: Cor Vos

14.03.2025  |  (rsn) – Mit einer herausragenden Teamattacke hat Visma – Lease a Bike viele ihrer Kontrahenten im Kampf um den Gesamtsieg auf der 6. Etappe der 83. Fernfahrt Paris-Nizza auf dem falschen Fuß erwischt. Nicht aber den Deutschen Florian Lipowitz (Red Bull - Bora – hansgrohe), der Tag für Tag im Klassement einen Schritt nach vorne macht und aktuell hinter dem Führenden und Titelverteidiger Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) auf Platz zwei rangiert.

Rund 70 Kilometer vor dem Ziel drückte die niederländische Equipe des Trägers des Gelben Trikots ordentlich auf das Tempo und teilte das Feld in mehrere Gruppen. Während Topfavoriten wie der Portugiese Joao Almeida (UAE - Emirates – XRG) den Anschluss verpassten, hatten sich Lipowitz und sein Teamkollege Matteo Sobrero in die rund 20-köpfige Spitzengruppe mischen können.

“Das Team hat wirklich gute Arbeit geleistet und ich war immer vorne mit dabei. Ich war froh, dass wir es in diese kleine Gruppe geschafft haben“, so der 24-jährige Baden-Württemberger, der den 209,8 Kilometer langen Abschnitt als Elfter beendete.

40 Sekunden liegt er nun als erster Verfolger hinter dem Führenden Jorgenson und absolvierte damit auch den sechsten Tagesabschnitt trotz der kalten und widrigen Bedingungen fehlerfrei. Bei fünf Grad und Dauerregen sorgte auch das Wetter wieder einmal bei Paris-Nizza für eine Härteprobe der Fahrer: “Es war ein wirklich harter Tag, richtig kalt", so Lipowitz, der weiterhin das Weiße Trikot des besten Jungprofis trägt.

Am Samstag wartet nun die Königsetappe auf ihn. Diese wurde wegen Schneefalls in den Bergen aber deutlich entschärft. Die verkürzte Route umfasst nur noch 109,3 statt der vorgesehenen 147,8 Kilometer. Nicht mehr im Programm stehen am Samstag die Côte de Belvédère (767 Meter) und der Col de La Colmiane (1.500 Meter), dessen Abfahrt zu gefährlich sei, wie es hieß. Unverändert bleibt dagegen der 7,3 Kilometer lange Schlussanstieg hinauf nach Auron auf 1.614 Meter.

“Das Wochenende wird super hart und hält viele Herausforderungen bereit. Ich denke, es wird viel passieren, und ich hoffe, auf dem Podium zu bleiben“, blickte der Deutsche auf die beiden finalen Tage der Fernfahrt voraus, die am Sonntag in Nizza endet.

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