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17.02.2025 | (rsn) – Schon bei der Valencia-Rundfahrt hatte Jonathan Milan (Lidl – Trek) angedeutet, dass er für ein paar Meter selbst mit den besten Kletterern um den Sieg sprinten kann. Es brauchte schon einen Santiago Buitrago um den Italiener dort in die Schranken zu weisen. Ganz so steil wie am Portell de Morella war das Finale der 1. Etappe der UAE Tour (2.UWT) aber nicht, weshalb nach 138 Kilometern in der Liwa-Oase im Emirat Abu Dhabi auch ein Massensprint über den Tagessieg entschied. Und der sah eben jenen 24 Jahre alten Italiener am Ende an der Spitze.
Dass es aber doch kein herkömmliches Sprintfinale war, zeigte allein der Umstand, dass Weltmeister Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG), der letztlich Zehnter wurde, nicht der Einzige aus der Kletterfraktion war, der ein Auge auf den Sieg geworfen hatte. Rang zwei ging an Finn Fisher-Black. Der Neuzugang von Red Bull – Bora – hansgrohe erbte jenen Platz von Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck), den die Jury nach einer durch ein unnötiges Umblicken ausgelösten Welle auf den allerletzten Metern, die den Neusseländer in Bedrängnis brachte, ans Ende des Feldes versetzte.
Dritter wurde Tobias Lund Andresen (Picnic – PostNL) vor Titelverteidiger Lennert Van Eetvelt (Lotto) und Oscar Onley, dem zweiten Picnic-Fahrer, der genau wie Van Eetvelt und Fisher-Black eher bergauf zu Hause ist.
Die einzigen klassischen Sprinter unter den Top 10 waren neben Milan und Andresen noch Lionel Taminiaux (Lotto) und Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) auf den Plätzen acht und neun.
“Härter als ich gedacht hätte“, schätzte dann auch Sieger Milan im Sieger-Interview das Finale und den gesamten Tag ein. “Ich bin brutal kaputt! Die Wärme, die Temperatur, diese letzten 700 Meter, und auch das gesamte Rennen – das war ziemlich hart. Es war ein ziemlich intensiver Tag, auch wenn der Anfang eher ruhig war mit dem Gegenwind. Aber schon auf dem Rundkurs in den Dünen gab es Windstaffeln, und dann wurde es auf dem Rückweg nicht mehr ruhig“, so Milan, der auch das meist obligatorische Lob für das Team nach seinem zweiten Saisonsieg nicht vergaß:
“Ich muss mich bei meinen Jungs bedanken, wie sie mich hier hingeführt haben. Wir wollten auf dem letzten Kilometer nicht zu weit hinten, aber auch nicht zu weit vorn sein. Sie haben mich perfekt positioniert, um die letzten 200 oder 150 Meter so gut wie möglich fahren zu können"
Für Milan soll es das aber noch nicht gewesen sein. Der kräftige Sprinter, der auch auf der Bahn erfolgreich ist, macht sich auch für die 2. Etappe Hoffnungen. Da wartet ein gut zwölf Kilometer langes Einzelzeitfahren auf Al Hudayriyat Island am Rande der Hauptstadt Abu Dhabi. “Morgen versuchen wir, das Führungstrikot zu verteidigen. Aber bis dahin muss ich mich erstmal so gut wie irgendwie möglich erholen“, sagte der Italiener. Doch selbst mit optimaler Erholung, dürfte es nicht einfach werden, das Rote Trikot zu behaupten.
Fisher-Black, jüngst Neuseeländischer Zeitfahrmeister geworden, hat in der Gesamtwertung nur vier Sekunden Rückstand und auch die zehn Sekunden auf alle Spezialisten, die keine Zeitgutschrift erhalten haben, sind nur ein schmales Polster.
Die beiden Italiener Manuele Tarozzi und Federico Biagini (VF Group - Bardiani CSF – Faizane) sowie Carlos Samudio (Solution Tech – Vini Fantini) aus Panama nutzten die ersten flachen Kilometer, um sich ein kleines Polster von gut zwei Minuten herauszufahren. Nach dem Zwischensprint nach 48 Kilometern, den Samudio für sich entschied, ging es dann auf einem Rundkurs durch die Dünen der Moreeb-Wüste. Die Straße stieg dort mitunter mit zweistelligen Prozentzahlen an.
36 Kilometer vor dem Ziel, mitten in den Dünen, drückte dann Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) mal kurz aufs Tempo. Erste Fahrer um Sprinter Olav Kooij (Visma – Lease a Bike) mussten daraufhin bereits reißen lassen. Zugleich schrumpfte der Vorsprung der Ausreißer auf ein Minimum, wuchs dann aber doch wieder auf zwei Minuten an, weil genauso schnell wieder Ruhe einkehrte. So schafften es die Ausreißer noch bis zum zweiten Sprint, den dann Tarozzi nach einer Attacke kurz zuvor als Solist für sich entschied.
Das Streckenprofil der 1. Etappe der UAE Tour | Grafik: Veranstalter
Während seine beiden Begleiter die Beine hochnahmen und 15 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden, kämpfte Tarozzi weiter und hatte zu diesem Zeitpunkt immer noch eine Minute Vorsprung, die dann kurze Zeit später aber auch aufgebraucht war. Und so ging es ins Finale, das im Sprint entschieden wurde.
Auf dem Weg dorthin hängte sich Juan Sebastian Molano aber noch am Hinterrad seines Kapitäns Pogacar auf und stürzte über den Bordstein. Ob geplant oder nicht, sprang der Weltmeister dann im Sprint in die Bresche. Der letzte Kilometer wies im Schnitt fünf Prozent Steigung auf. Pogacar lancierte den Sprint, merkte aber rund 200 Meter vor dem Ziel, dass er gegen die Spezialisten keine Chance hatte. Milan, dem Pogacar für einen Moment am Hinterrad hing, ging früh in den Wind. Der Weg war noch weit, Philipsen kam rund 50 Meter vor dem Ziel noch bis auf gleiche Höhe mit dem Italiener, musste sich dann aber doch geschlagen geben.
Außerdem war der unabsichtliche Schlenker unmittelbar vor der Ziellinie, als er rausnahm, sich umschaute und dabei fast Fisher-Black abräumte, zu viel für die Jury, die den Belgier daraufhin ans Ende des Feldes distanzierte.
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