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12.02.2024 | (rsn) – Es blieb dem Spanischen Meister vorbehalten, den ersten spanischen Sieg beim spanischen Offroad-Klassiker Jaen Paraiso Interior (1.1) einzufahren. Oier Lazkano (Movistar) hat die dritte Auflage der andalusischen Antwort auf die Strade Bianche für sich entschieden. Als letzter verbliebener Ausreißer einer fünfköpfigen Gruppe fuhr der 24-Jährige solo zu seinem ersten Saisonsieg. 30 Sekunden dahinter sprintete Bastien Tronchon (Decathlon – AG2R La Mondiale) vor Jan Tratnik (Visma – Lease a Bike) und Tim Wellens (UAE Team Emirates) auf Rang 2.
Die Strecke wurde am Vorabend des Rennens nach schweren Regenfällen verlegt. Zwar wurde die Distanz kaum reduziert, statt ursprünglich 162 Kilometern waren noch 158 zu fahren. Doch statt zwölf Schottersektoren gab es im Rennverlauf nur noch vier, die drei geplanten Schlussrunden wurden wegen Unbefahrbarkeit abgeblasen, sodass von mehr als 60 lediglich 18 unbefestigte Kilometer übrig blieben.
Die waren dann am Renntag, weil weitere angekündigte Regenfälle ausblieben, wie der Rest des Parcours weitestgehend abgetrocknet und gut befahrbar. Für Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) wurden sie trotzdem zum Verhängnis. Der Favorit handelte sich im ersten Abschnitt 50 Kilometer vor dem Ziel einen Hinterraddefekt ein, konnte die dabei entstandene Lücke nie wieder schließen und war damit früh aller Siegchancen beraubt.
Im Gegensatz zu Lazkano, der im Grunde von Anfang an dabei. Der Baske, der seinem Team den bereits vierten Saisonsieg bescherte, war schon auf den ersten Kilometern aktiv, zählte zu den Initiatoren einer frühen Gruppe und fuhr so letztlich mehr als 100 Kilometer vor dem Feld. Aber es war über weite Strecken “eine Qual, vor allem die letzten 15 Kilometer“, sagte Lazkano im Siegerinterview. “Wir hatten ein starkes Peloton am Start. Umso stolzer bin ich, dass ich hier meinen ersten Saisonsieg einfahren konnte. Im Meistertrikot in Spanien zu gewinnen ist umso schöner.“
Schnell war das Rennen auf Temperatur. Die erste Rennstunde lieferte einen Schnitt von 50 km/h, viele Ausreißversuche waren der Grund dafür. Und vor allem die großen Namen darunter. Sepp Kuss (Visma – Lease a Bike), Marc Soler, Tim Wellens (beide UAE Team Emirates) oder Ben Turner (Ineos Grenadiers) gehörten unter anderem zu den Fahrern, die sich früh in einer großen Gruppe wiederfanden, die das Feld so aber nicht ziehen lassen wollte.
Stattdessen löste sich ein Quintett. Igor Arrieta (UAE Team Emirates), Nicolas Prodhomme (Decathlon – AG2R La Mondiale), Oier Lazkano (Movistar), Jefferson Cepeda (Caja Rural – Seguros) und Alex Molenaar (Iles Baleares Arabay) fuhren sich bis zum ersten von vier verbliebenen Gravel-Sektoren fünf Minuten Vorsprung raus.
Im Hauptfeld, dass nach mehreren langen Anstiegen zu diesem Zeitpunkt auch schon deutlich dezimiert daherkam, machte Visma die Arbeit – aber nur, bis Kapitän van Aert mit einem Defekt eingangs des ersten Sektors mit Defekt zurückfiel. Während der Belgier versuchte, sich wieder nach vorne zu arbeiten, zerlegte sich das verbliebene Feld in mehrere Gruppen, was van Aert die Rückkehr aber nicht gerade leichter machte.
An der Spitze hatte unterdessen der Spanische Meister Lazkano bis auf Prodhomme alle Begleiter abgeschüttelt und auch der Franzose fuhr längst nicht mehr alle Ablösungen. 40 Kilometer vor dem Ziel hatte das Duo noch dreieinhalb Minuten Vorsprung auf die ersten Verfolger, die von Ineos Grenadiers angeführt wurden.
Zehn Kilometer später zeichnete sich ab, dass van Aert nicht mehr zurückkommen würde, Kuss und Jan Tratnik waren damit die verbliebenen Visma-Asse bei den Verfolgern. Wellens, Soler, Juan Ayuso und Alessandro Covi bildeten ein UAE-Trio unter den kaum mehr 20 Verfolgern. Und so ging es in den zweiten Sektor. Dort drückte Kuss richtig aufs Tempo und verkleinerte die Gruppe auf fünf Profis. Nur Tratnik, Wellens, Kwiatkowski und Bastien Tranchon (Decathlon – AG2R La Mondiale) konnten dranbleiben.
Eingangs des dritten Sektors, 23 Kilometer vor dem Ende, hatte das Spitzenduo nur noch zwei Minuten Vorsprung, hinten rollte wieder einiges zusammen. So sah die Situation auch am Ende dieser Schotterpassage aus. Der letzte, gut 5000 Meter lange Abschnitt wurde 16 Kilometer vor dem Ziel in Angriff genommen.
Im Schlamm des Abschnitts attackierten sich Prodhomme und Lazkano mehrmals gegenseitig, der Spanier trug dabei zunächst das bessere Ende davon und konnte sich absetzen. Dahinter bildete sich ein Quartett um Tratnik, Kuss, Wellens und Tronchon, die den Rückstand deutlich reduzierten. Für die letzten zehn Kilometer blieben Lazkano 40 Sekunden.
Und die sollten ihm reichen. Während Prodhomme 3000 Meter vor dem Ziel auf leicht ansteigendem, aber asphaltierten Terrain von den Verfolgern geschluckt wurde, baute Lazkano seinen Vorsprung sogar nochmal aus. Dahinter setzte sich Tronchon im Sprint um Platz 2 vor Tratnik und Wellens durch.
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